18.07.2024

Partnerschaft mit Laien großgeschrieben

Am 9. Juni traf sich in Wien, Maria am Gestade, die europäische Kommission für die Partnerschaft zwischen Redemptoristen und Laien. Der Ort war gut gewählt, denn bereits der heilige Klemens arbeitete intensiv mit Laien zusammen.


Kommission für Partnerschaft in der Mission

Die Kommissionsmitglieder um den hl. Klemens versammelt

Kommission für Partnerschaft in der Mission

Eine gute, offene und konstruktive Gesprächsatmosphäre

Kommunabend in Maria am Gestade

Abendliche Begegnung mit der Kommunität von Maria am Gestade

Ohne Laien geht es längst nicht. Diese Erfahrung machen wir an unseren Standorten nicht erst seit gestern. Immer schon waren unsere Klöster und unsere missionarischen und seelsorglichen Initiativen in engem Austausch mit Menschen, die sich dem redemptoristischen Geist verbunden fühlen, auch wenn sie nicht das Ordensleben im engeren Sinn gewählt haben. Es macht Freude wahrzunehmen, wie wir im Miteinander unseren Auftrag und unsere Sendung leben und wie gerade auch von engagierten Laien viele Impulse für unser Ordensleben kommen, egal ob es sich um haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handelt. Unsere redemptoristische Familie ist groß und bunt, sie überschreitet kirchliches Standesdenken - und das ist gut so!

Spätestens seit dem 25. Generalkapitel im Jahre 2016 ist das Thema "Partnerschaft mit Laien" auch beständig im strukturellen Denken und Planen unserer Ordensgemeinschaft präsent. Vieles ist seither geschehen: Es wurde ein Direkorium für diese Form der Zusammenarbeit erstellt und auch eine Ausbildungsordnung für Laien. In manchen Provinzen gibt es eigene "Laienmissionare des Heiligsten Erlösers", in anderen Provinzen ist die Zusammenarbeit anders geordnet und benannt. Nicht zuletzt gibt es nach wie vor auch die sogenannten "Oblaten", sozusagen Ehrenredemptoristen, die im engen Austausch mit uns stehen. In vielen Einheiten unserer Kongregation wurden zudem Kommissionen für die Partnerschaft mit Laien eingerichtet. So auch im Rahmen der Konferenz Europa.

Die europäische Kommission traf sich nun in Wien erstmals wieder in präsentischer Form, nachdem während der langen Covid-Krise viele Videositzungen stattgefunden haben. Zur Kommission unter der Leitung von Eric Corsius (Provinz Sanct Clemens) gehören weiters Bohuš Živčák (Provinz Bratislava-Prag), Assunta la Rocca (Provinz Neapel), P. Johannes Römelt (Koordinator für Europa) und P. Martin Leitgöb (Provinz Wien-München). In den Gesprächen der Kommission wurde deutlich, dass eine gründliche spirituelle Reflexion Voraussetzung ist, um über Strukturen der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Redemptoristen und Laien sprechen zu können. Im Hinblick auf die Ausbildung von Laienmissionaren gab es einen Konsens darüber, dass es gemeinsame provinzüberschreitende Missionslaboratorien als Lern- und Erlebnisorte brauche, an denen sowohl Redemptoristen wie auch Laien miteinander leben und wirken. Viele andere Ideen wurden ebenfalls angesprochen. Es steht zu hoffen, dass die große redemptoristische Familie aus Ordenleuten und Laienmissionaren auf diese Weise immer enger zusammenwächst.


Von: CSsR_Red.