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7.07.2020

Ein ganz anderes Klemens-Jubiläum

Die geplanten Feierlichkeiten anlässlich der 200. Wiederkehr des Todestages von Klemens Maria Hofbauer Mitte März wurden aus bekannten Gründen abgesagt, nicht aber das Jubiläumsjahr als solches.


Hat das Osterfest im Jahre 2020 stattgefunden? Viele Christinnen und Christen haben in den letzten Wochen gesagt: „Sicher hat Ostern stattgefunden, nur ganz anders, vielleicht sogar intensiver als sonst“.

Ähnliches können wir auch über das Jubiläum anlässlich der 200. Wiederkehr des Todestages von Klemens Maria Hofbauer sagen. Ja, es hat stattgefunden und findet weiterhin statt! Bedingt durch die Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie war und ist es zwar ein ganz anderes Jubiläum, als wir vorausgesehen und geplant haben. Aber vielleicht ist uns gerade in dieser außergewöhnlichen und herausfordernden Situation die Bedeutung des hl. Klemens und seiner Botschaft intensiver bewusstgeworden als durch umfangreiche Festfeiern.

Vor gut einem Jahr haben wir begonnen, die Klemens-Feierlichkeiten in diesem besonderen Jubiläumsjahr vorzubereiten. Die Planungen liefen gut und zogen weite Kreise. Nicht nur im Rahmen unserer Ordensgemeinschaft freute man sich auf den 15. März 2020, sondern es war ein wachsendes Interesse an den Feierlichkeiten bei vielen anderen Institutionen zu verspüren: in der Erzdiözese Wien und beim Schulamt der Erzdiözese, bei den Wiener Bäckern, bei der Caritas Retz, beim Klemens-Maria-Hofbauer-Gymnasium in Katzelsdorf, bei der Wiener Dompfarre – um nur einige aufzuzählen.

Zum Festwochenende sollten nicht zuletzt Mitbrüder aus der ganzen Welt anreisen. Noch am Montag, dem 9. März, wurden im Haus der Wiener Bäckerinnung von fleißigen Schülerinnen und Schülern Klemens-Weckerl gebacken, Journalisten konnten ihnen dabei über die Schultern schauen. Anschließend gab es im selben Haus eine gut besuchte Pressekonferenz, bei welcher nicht nur das Festprogramm vorgestellt, sondern auch die Persönlichkeit des hl. Klemens geschildert wurde. Das Interesse ging über alle Erwartungen hinaus, sogar die Medienexperten der Erzdiözese Wien waren überrascht.

Am 10. März kam dann der ORF nach Maria am Gestade, um für die Fernsehsendung „Orientierung“ einen Beitrag aufzunehmen. Mitten in den Dreh platzte die Nachricht aus dem Bundeskanzleramt: „Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen können bis auf Weiteres nicht stattfinden!“, und im Zusammenhang mit dieser Bestimmung wurden eine Reihe von weiteren Maßnahmen verlautbart. Damit war von einer Minute auf die andere klar: Auch die Feierlichkeiten zum Klemens-Jubiläum können nicht in der geplanten Weise stattfinden. Es folgten kurze Konsultationen zwischen den verantwortlichen Organisatoren, und dann wurde die Absage per Email und Telefon in alle möglichen Richtungen kommuniziert.

Dennoch: Das Klemens-Jubiläum an sich haben wir nicht abgesagt. Am 15. März fand in Maria am Gestade ein Gottesdienst in kleinem Rahmen mit dem Europakoordinator der Redemptoristen, P. Johannes Römelt, statt. Im Stephansdom feierte Generalvikar Nikolaus Krasa ebenfalls im kleinen Rahmen einen Festgottesdienst zu Ehren des hl. Klemens. Viele Medien brachten ihre vorbereiteten Beiträge. Der von der Caritas Retz initiierte Klemens-Pilgerweg von Tasswitz nach Wien konnte zwar nicht feierlich eröffnet werden, aber er wurde der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Wiener Bäckereien verkauften im März und April die Klemens-Weckerl und machten damit den Wiener Stadtpatron unter ihren Kunden bekannt.

Immer wieder ist die Frage zu hören: Wann und wie werden die Klemens-Feierlichkeiten nachgeholt? Darauf kann man nur antworten: Jetzt warten wir einmal ab, wie sich die Situation weiterentwickelt! Sicher wird es ein „Klemens-Jubiläum 2.0“ geben. Wann und in welcher Form, kann man jetzt beim besten Willen noch nicht sagen. Die Leserinnen und Leser dieser Homepage werden jedenfalls auf dem Laufenden gehalten.

„Heiliger Klemens Maria Hofbauer, du hast in deinem Leben manche Rückschläge erlitten und konntest viele Vorhaben nicht verwirklichen. Nichts aber hat dich von deinem Vertrauen in den Beistand Gottes abgehalten. Darum bitten auch wir 200 Jahre nach deinem Tod. Hilf uns mit deiner Fürsprache beim dreieinigen Gott. Amen.“


Von: Martin Leitgöb