18.04.2024

Missionarische Seelsorge in Dänemark

Bald sind es 125 Jahre her, dass Redemptoristen aus Österreich in der dänischen Diaspora eine Missionsstation gründeten, die immer noch besteht. P. Provinzial Martin Leitgöb befand sich zum Antrittsbesuch bei seinen Mitbrüdern in Dänemark.


Sankt Albani Kirke in Odense

Ursprung und bis heute Schwerpunkt: Sankt Albani Kirke in Odense

Im Jahre 1899 kamen die ersten beiden Redemptoristen, P. Gaudentius Schmiderer und P. Peter Steidl, von Wien aus nach Dänemark. In diesem skandinavischen Land, das bis heute von der protestantischen Staatskirche stark geprägt ist, sollte eine Missionsstation entstehen. Man begann in einer der bedeutungsvollsten Städte Dänemarks, Odense . Unter großen Mühen wurden in den darauffolgenden Jahrzehnten eine große Kirche und ein Kloster gebaut. Von Österreich her, aber auch aus anderen Ordensprovinzen kamen im Laufe der Zeit weitere Patres und Brüder. So konnte sich die Mission unserer Kongregation ausbreiten. Unter anderem entstanden Niederlassungen in Kopenhagen und in Naestved. Die Redemptoristen bauten katholische Gemeinden und Schulen auf, sie betrieben Immigrantenseelsorge und sie waren missionarisch tätig.

Bei seinem Antrittsbesuch in Dänemark konnte sich P. Provinzial Martin Leitgöb vor Ort davon überzeugen, dass die Präsenz unserer Ordensgemeinschaft in Dänemark immer noch von Bedeutung für die katholischen Diaspra dieses Landes ist. Das wurde ihm auch in einem ausführlichen Gespräch mit dem Bischof von Kopenhagen, Czeslaw Kozon, bestätigt, der zugleich für das jahrzehntelange Engagement dankte. Derzeit leben und wirken aus unserer Provinz Wien-München vier Redemptoristen in Dänemark: P. Bernhard Kofod als Superior, P. Janusz Turek, P. Julian Bodnar und P. Jerzy Kruk. Sie betreuen die Niederlassungen in Odense und in Naestved, auch wenn am letzteren Ort Kirche und Kloster bereits seit mehreren Jahren offiziell in den Händen der Diözese sind. Die Niederlassung in Kopenhagen wird derzeit von vier Mitbrüdern aus der Warschauer Provinz der Redemptoristen betreut.

Für P. Martin Leitgöb war es erstaunlich, wie lebendig sich die katholische Kirche in der extremen Diaspora Dänermarks zeigt. In einem Land, in welchem bei großzügiger Schätzung nur 0,8 Prozent der Bevölkerung katholisch sind und das noch dazu stark säkular geprägt ist, erweist es sich als starkes Zeugnis, dass Gottesdienste gut besucht sind, dass es auch viele junge Gemeindemitglieder gibt und dass das kirchliche Leben insgesamt blüht. Das Resümee des Provinzials zum Ende des Besuches: "Ich bin den vier Mitbrüdern unserer Provinz dankbar, dass sie die mittlerweile fast 125 Tradition unserer Ordensprovinz in Dänemark nicht nur aufrecht erhalten, sondern auch lebendig weiterführen. Ebenso habe ich großen Respekt vor der mühsamen Aufbauarbeit unserer Mitbrüder in den Jahrzehnten bis heute. Diesen Respekt versuchte ich auch mit Besuchen an den Redemptoristengräbern in Kopenhagen, Naestved und Odense auszudrücken. Unserer Ordensprovinz tut es gut, außerhalb unseres eigentlichen Gebietes in Österreich und Süddeutschland im seelsorglichen und missionarischen Einsatz zu sein, weil wir dadurch mit Impulsen aus einer völlg anderen kirchlichen Situation bereichert werden."


Von: CSsR_Red.