18.07.2024

Frohe und gesegnete Ostern!

Im Namen unserer Redemptoristenprovinz Wien-München entbietet Provinzial P. Martin Leitgöb Ostergrüße.


Der Auferstandene begegnet seiner Mutter (Wandfesko in de Schönenbergkirche)

Liebe Freunde der Redemptoristen!

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!

Im Osterfest feiern wir unsere Erlösung durch Jesus Christus. "Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat" (Joh 3,16). Dieser Satz stammt aus dem berühmten Nachtgespräch Jesu mit dem Pharisäer Nikodemus. Ich habe ihn in den vergangenen Kartagen immer und immer wieder im Herzen gehabt. In den Nächten unseres Lebens spendet uns der Glaube an die hingebungsvolle Liebe Gottes Hoffnung und Zuversicht. Wir sind nicht alleine und verlassen. Wir sind nicht unserem Elend und dem Tod ausgeliefert. Unser Leben ist sinnvoll, weil Gott in seiner Liebe einen langen Atem bewiesen hat und stets neu beweist. Jede Dunkelheit unseres menschlichen Seins ist von dieser Liebe ausgeleuchtet. Manchmal sehen wir dieses Licht nur schwach. An Ostern aber erstrahlt das Licht der göttlichen Liebe hell und stark. Durch die Feier der Auferstehung, welche jedes Jahr mit dem Licht des Osterfeuers und der Osterkerze beginnt und sich dann über fünfzig Tage erstreckt, lernen wir zu verstehen, dass die Nächte unseres Lebens in einen neuen Morgen hineinmünden. Ich wünsche uns allen diese Gewissheit. Es gibt zwar Situationen im Leben und in der Welt, angesichts derer uns der Glaube an die liebevolle Hingabe Gottes, an seinen langen Atem und an das Kommen eines neuen Morgens schwerfällt. Aber Hand aufs Herz: nicht zu glauben, ist auch schwer. Es hieße nämlich, auf jede tiefgreifende Hoffnung verzichten zu müssen.

Das Titelbild zu diesem Beitrag stammt aus unserer Pfarr- und Wallfahrtskirche am Schönenberg. Der auferstandene Herr erscheint seiner Mutter. Dieses Motiv kommt zwar in den Osterzeugnissen der Evangelien nicht vor. Dort wird nur berichtet, dass Maria unter dem Kreuz stand. Danach begegnet sie uns erst wieder in der Apostelgeschichte, als die Jünger zusammen mit ihr auf das Kommen des Heiligen Geistes warteten. Dennoch entspricht aber die Begegnung des Auferstandenen mit seiner Mutter nicht nur einer frommen Vorstellung. Wenn es wirklich wahr ist, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, dann schenkt er allen, die mit ihm verbunden sind, Erfahrungen seiner Gegenwart. An Maria soll auf diese Weise beispielhaft sichtbar werden, was uns allen in den unterschiedlichsten Situationen unseres Lebens geschenkt ist: Wir dürfen den auferstandenen Herrn mit den Augen unseres Herzens sehen und seine lebensspendende Kraft immer wieder neu erfahren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch im Namen unserer ganzen Ordensprovinz frohe und gesegnete Ostern!
Herzlichen Dank für alle Verbundenheit!

P. Dr. Martin Leitgöb CSsR
Provinzial 


Von: CSsR-Red.