Diese Webseite nutzt Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die Nutzung der Website sind Sie mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden.> Mehr dazu

Schließen
23.02.2019

Gemeindeerneurung und Gemeindeentwicklung
nach dem "Rottenburger Modell"

Glaubensgespräche im kleinen Kreis sind neben Predigt und persönlicher Vertiefung einer von drei Schwerpunkten des "Rottenburger Modells" der Gemeindeerneuerung
Glaubensgespräche im kleinen Kreis sind einer von drei Schwerpunkten des "Rottenburger Weges" der Gemeindeerneuerung

Der hier beschriebene Weg zur Vertiefung des Glaubens und zur Erneuerung der Gemeinde hat von einem Team der Diözese Rottenburg seinen Ausgang genommen. Vor einigen Jahren habe ich dort dieses Projekt kennengelernt und in der Folge versucht, mit einigen österreichischen Gemeinden auf ähnliche Weise zu arbeiten.

Mittlerweile wurde das "Rottenburger Modell der Gemeindeerneuerung" in der Diözese Rottenburg "weitergeschrieben" und ist zu einem viel umfassenderen Projekt angewachsen.

Inhalt:

persönliche Glaubensvertiefung
persönliche Glaubensvertiefung
lebendige Gemeinden
lebendige Gemeinden
Glaubensgespräche in kleinen Gruppen
Glaubensgespräche in kleinen Gruppen
lebendiger Gottesdienst
lebendiger Gottesdienst
Platz für alle
Platz für alle
gutes Miteinander
gutes Miteinander
Förderung der Charismen
Förderung der Charismen
Kreative Elemente
Kreative Elemente

Zielbeschreibung

"Als Gemeinschaft der Glaubenden ist die Kirche von Gott auf den Weg gerufen...". Nicht umsonst wird der Glaube im Neuen Testament auch als Weg und werden die Christen als "Anhänger des neuen Weges" bezeichnet (vgl. Apg 9,2 und 18,25). Unter heutigen Bedingungen ist in den Gemeinden die Mithilfe vieler Gläubigen notwendig, die durch ihr Glaubenszeugnis andere befähigen, in das Leben der Gemeinde hineinzuwachsen.

Gemeindeerneuerung strebt insbesondere zwei Ziele an:

  • Förderung einer persönlichen Glaubensvertiefung und Glaubensentscheidung;
  • Förderung einer lebendigen Gemeinde,
    - in der viele Charismen mitwirken und
    - lebendige Zellen des Glaubens (kleine Gruppen) entstehen.

Gemeindeerneuerung möchte die Vertiefung des Glaubens fördern durch

  • die Einübung in die gemeinschaftliche Schriftbetrachtung (Bibel-Teilen);
  • die Entdeckung und Förderung der je eigenen Charismen/priesterlichen Berufung;
  • ein bewußteres Leben aus dem Glauben die Verlebendigung der Gemeinde fördern durch
  • die Einübung des Glaubens- und Bibelgesprächs in kleinen Gruppen;
  • die Gewinnung, Vorbereitung und Begleitung von Gruppenleitern aus der Gemeinde;
  • die Beteiligung der Seelsorger am Ort an der Durchführung der Gemeindeerneuerung
  • die Beteiligung von Mitarbeitern von außen;
  • die Förderung und Einbeziehung der gemeindeaufbauenden Charismen.

Gemeindeerneuerung möchte darüber hinaus anregen zu mehr...

  • Bewegung und Aufbruch bei einzelnen und in der Gemeinde;
  • entschiedenem Christsein;
  • Taufbewußtsein und Praxis des allen gemeinsamen Priestertums;
  • Verbindung von Leben und Glauben;
  • Beziehung untereinander und gemeinsamer Verantwortung von Gemeinde;
  • Einübung in Grundvollzüge des persönlichen und gemeinschaftlichen Glaubens.

Gemeindeerneuerung in diesem Sinne wendet sich zunächst an die "aktiven" Mitglieder der Gemeinde und dann auch an die sog. "Fernstehenden". Sie geht davon aus, daß die missionarische Kraft der Gemeinde besonders im gelebten Zeugnis derjenigen liegt, die in der Gemeinde miteinander den Glauben leben. Durch sie wird im übertragenem Sinne geschehen, was bei Sach 8, 23 prophezeit ist:
"In jenen Tagen werden zehn Männer aus Völkern aller Sprachen einen Mann aus Juda an seinem Gewand fassen, ihn festhalten und sagen: "Wir wollen mit euch gehen; denn wir haben gehört: Gott ist mit euch."

Im Anschluß an die Phase der Erneuerung werden die Gemeindeleitung und die Teilnehmer über den missionarischen Auftrag in der Gemeinde und darüber hinaus nachdenken und Wege der Verwirklichung suchen.

Gottesdienst und Verkündigung
Gottesdienst und Verkündigung
Glaubensgespräche in kleinen Gruppen, geleitet von Frauen und Männern der Gemeinde
Glaubensgespräche in kleinen Gruppen, geleitet von Frauen und Männern der Gemeinde
Persönliche Besinnung und Gebet zur Vertiefung
Persönliche Besinnung und Gebet zur Vertiefung

Die Schwerpunkte dieses Weges der Gemeindeerneuerung

Dieser Weg der Gemeindeerneuerung versteht sich als Projekt, das zwar von den Erfahrungen in anderen Gemeinden ausgeht, jedoch auf die jeweilige Situation einer Gemeinde neu abgestimmt werden muß. Viele Gemeinden wählen z.B. einen ansprechenderen Titel für das Projekt (z.B. "Wochen der Orientierung" oder "Tage der Suche"...) und setzen ihre eigenen Akzente und Schwerpunkte. Unverzichtbar sind jedoch eine angemessene Form der Verkündigung, des Glaubensgesprächs und der persönlichen Besinnung:

  • Sonntagsgottesdienst und Predigt zum jeweiligen Thema der Woche (Ca 5 bis 8 Wochen)
  • Wöchentlich ein Gespräch in einer Gruppe von 6 bis 10 Personen zum Thema der Woche. Die Gruppe bleibt während der 5 bis 8 Wochen gleich. Die Gespräche dauern ca. 1 ½ bis 2 Stunden und werden von Leuten aus der Gemeinde begleitet. Die Gruppenbegleiter werden in der Vorbereitungszeit in ihre Aufgabe eingeführt und treffen sich während der Intensivphase wöchentlich zu einer Reflexion der Gruppengespräche.
  • Alle Gemeindemitglieder werden eingeladen, täglich anhand einer Anleitung eine persönliche Zeit der Besinnung und des Gebetes zu halten (etwa 10 bis 20 Minuten täglich)

Während der Intensivphase gibt es ein Angebot von Einzelgesprächen.
Geistliche Vollzüge wie Sendungsfeier, Tauf- und/oder Firmerneuerungsfeier, Beichte Bußfeier u.a.m. ergänzen den Reigen der Gottesdienste.

Ein Vorbereitungsteam der Gemeinde trifft sich regelmäßig mit dem Außenteam
Ein Vorbereitungsteam der Gemeinde trifft sich regelmäßig mit dem Außenteam
Die Gesprächsgruppenbegleiter werden an zwei Wochenenden in ihre Aufgabe eingeführt
Die Gesprächsgruppenbegleiter werden an zwei Wochenenden in ihre Aufgabe eingeführt
Verschiedene Initiativen der Öffentlichkeitsarbeit
Verschiedene Initiativen der Öffentlichkeitsarbeit

Der zeitliche Rahmen
einer Gemeindeerneuerung nach diesem Modell

Dieser Weg der Gemeindeerneuerung versteht sich als Projekt, das zwar von den Erfahrungen in anderen Gemeinden ausgeht, jedoch auf die jeweilige Situation einer Gemeinde neu abgestimmt werden muß. Die zeitliche Dauer kann demnach sehr unterschiedlich sein.

Die Vorbereitungsphase beansprucht ca. 1 bis 1 ½ Jahre. Sie umfaßt
- eine Analyse der Situation der Pfarrgemeinde;
- die Planung des Projekts durch ein Mitarbeiterteam;
- die Zustimmung zum Projekt im Pfarrgemeinderat;
- die regelmäßige Information im Pfarrgemeinderat;
- eine angemessene Form der Öffentlichkeitsarbeit;
- Gewinnung und Einführung von Gruppenbegleitern aus der Gemeinde;

Die Intensivphase dauert fünf bis acht Wochen.
Die Schwerpunkte dieser Phase werden oben beschrieben.

Die Nachbereitungsphase umfaßt eine Auswertung der vorhergehenden beiden Phasen und eventuelle Nachfolgeprojekte nach einem gebührenden zeitlichen Abstand.

Erfahrungen mit der "Rottenburger Modell" der Gemeindeerneuerung

Projekte der Gemeindeerneuerung nach diesem Modell wurden in letzter Zeit druchgeführt von

  • der Pfarre Wien Hütteldorrf
    unter Pfarrer Gustav Johann Murlasits
    A-1140 Wien, Linzer Straße 422,
    Tel.: +43 (1) 914 32 46
    email: pfarre.huetteldorf[at]utanet.at

  • der Pfarre Weistrach
    unter Pfarrer Anton Högl (mittlerweile emeritiert)
    und Diakon Josef Muhr
    A-33351 Weistrach, Dorf 35
    Mobiltel.: +43 (676) 826 633 209
    email: josef.muhr[at]pfarre-weistrach.at

P. Hans Hütter hat diese Projekte begleitet und gibt gerne Auskunft.

Seine Adresse:
P. Hans Hütter, Redemptoristenkolleg,
Baptist-Stöger-Platz 1, A 3730 Eggenburg,
Mobiltel.: +43/664/4023005,
email: hans.huetter[at]cssr.at  

Faltblatt zum Download: