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23.02.2019

Die Glaubensmission
der Österreichischen Redemptoristen

Die einzelnen Schritte der Glaubensmission

Die Glaubensmission, die im Rahmen eines missionarischen Jahres stattfindet, vollzieht sich in drei Phasen, wobei diese drei Phasen eng miteinander verbunden sind. Jede Phase bereitet die nächste vor und setzt sie zugleich voraus.

Erste Phase: Die Vorbereitung der Mission

Glaubensmission ist nicht nur Sache der Missionare. Die Missionare kommen für eine bestimmte Zeit der Seelsorge am Ort zu Hilfe, um die Arbeit der Pfarrseelsorger und der Laien zu unterstützen. Durch die Pfarrseelsorge muß weitergeführt werden, was sich durch die Mission an neuen Möglichkeiten gezeigt hat. Deshalb ist in allen Phasen der Mission die Zusammenarbeit von größter Bedeutung.

  • Vorbereitung im Pfarrgemeinderat, Erstellung des Missionsprogramms
  • Treffen der Missionsmitarbeiter
  • Information der Pfarrgemeinde durch Öffentlichkeitsarbeit
  • Eventuell Fragebogbenaktion
  • Gebetstreffen, Einladung zum Familiengebet
  • Hausbesuche der Mitarbeiter
  • Persönliches Überbringen des Missionsprogramms

Zweite Phase: Die "Kontaktmission"

P. Alois Parzmair besucht einen Betrieb
P. Alois Parzmair besucht einen Betrieb

Die zweite Phase der Mission ist eine Zeit der Kontaktaufnahme der Missionare mit den Bewohnern einer Pfarrgemeinde.

  • Gesprächs- und Diskussionsabende in den Wohnsprengeln
  • Besuch der Schulen und Kindergärten
  • Treffen mit Gruppen der Pfarrgemeinde:
    Jugendveranstaltungen, Veranstaltungen für Eheleute, für Senioren,
    Kindersegnung u. a. m.

Dritte Phase: Die Predigtmission

P. Josef Kampleitner
P. Josef Kampleitner

In der dritten Phase der Mission liegt der Schwerpunkt auf der Verkündigung und dem Feiern des Glaubens in den Sakramenten:

  • Predigtreihe zu den zentralen Wahrheiten des Glaubens.
  • In gut gestalteten Feiern soll die Gemeinde Gemeinschaft im Glauben erleben: Eucharistiefeier, Auferstehungsfeier, Bußfeier, Marienfeier u. a.
  • Beichte und Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen 

Die Nachbereitung der Mission

Um das in der Mission Erlebte zu vertiefen, legen wir Wert auf eine Nachbereitung durch eine

  • Nachbesprechung, Feedback, Auswertung
  • und eine Missionserneuerung, etwa nach einem oder zwei Jahren.

Die Ziele der Glaubensmission

 

1. Überprüfung der Situation

In der Zeit des "missionarischen Jahres" soll sich die Gemeinde ihrer Glaubenssituation und der damit verbundenen Probleme und Chancen neu bewußt werden.
Ebenso ist eine Überprüfung der Seelsorgsformen nötig, inwiefern sie der tatsächlichen Situation gerecht werden.

 

2. Verlebendigung der Pfarrgemeinde

Glaube ist auf die Dauer nur in Gemeinschaft möglich. Darum versucht die Mission eine Verlebendigung der christlichen Gemeinde.

  • Sie bietet durch verschiedene Veranstaltungen (Gottesdienste, Predigten, Feiern) die Möglichkeit, die Großgemeinde als Glaubensgemeinschaft erfahrbar zu machen.
  • Sie kann Anlaß und Hilfe sein für den Aufbau von Gruppen (Familienrunde, Sprengelgemeinden, Gebetsrunden) oder sie kann bestehenden Gruppen neue Impulse geben.

Durch diese gemeinsamen Lebensvollzüge der Gemeinde soll eine Atmosphäre (ein "Missionsklima") entstehen, in der eine persönliche Glaubensentscheidung leichter möglich ist.

Auch die Mission ist letztlich ein kleiner Schritt im Leben der Pfarrgemeinde und die Grenzen der Pfarrseelsorge sind auch die Grenzen der Mission. Es sollen keine Erwartungen geweckt werden, die sich nicht erfüllen können.

 

3. Hilfen für den persönlichen Glaubensvollzug

Da in unserer Zeit auf Dauer nur ein personaler Glaube bestehen kann, bedarf es vieler Hilfen.

  • Ermutigung und Stärkung
  • Klarstellung bei Unsicherheiten
  • Unterscheidung des Wesentlichen vom Unwichtigen
  • Begleitung zu einem Glauben, zu dem der einzelne überzeugt stehen kann
  • Begleitung zu einem Glauben, der hilft, die verschiedenen Lebensphasen und die Grenzsituationen zu bewältigen
  • Begleitung zu einem Glauben, der Zuversicht und Freude vermittelt.

 

4. Befähigung zum Apostolat

Die missionarische Ausrichtung gehört zum Wesen des christlichen Glaubens. Wo Glaube gelebt wird, wo es echte christliche Gemeinde gibt, kann er nicht verschwiegen werden.