Klemens Maria Hofbauer und Weihnachten

Der hl. Klemens liebte das Weihnachtsfest.

Ein besondere Darstellung begleitete ihn dabei ein Leben lang.


Klemens Hofbauer, Patron von Wien - mit Maria und dem Kind über Wien

Blick in das Klemensmuseum in Maria am Gestade

Prager Jesulein

Der Beitrag erschien in den KLEMENSBLÄTTER Nr.4-2018-Dez. 2018/Jänner 2019

Klemens liebte Weihnachten besonders gerne und feiert dies immer auch festlich. In seiner Familie, aber auch später inmitten seiner Gemeinschaft, besonders in Warschau mit den vielen Waisenkindern, sowie später auch in Wien in St. Ursula. Mit Liedern, stimmungsvoller Atmosphäre (Kerzen), Getränken und Weihnachtsbäckereien,… Einen Weihnachtsbaum gab es ja noch keinen. Dafür durfte eine Krippe nicht fehlen.

In Warschau und in Wien war es ihm ein Anliegen, dass die Weihnachtsgottesdienste besonders prächtig gefeiert wurden, mit festlicher Weihnachtsmusik, auch von zeigenössischer Komponisten. Ein persönliches Gnadenbild – welches auch mit dem Geschehen des Kommen Gottes in einem Kinde zu tun hat – führe Klemens durch all die Jahrzehnte mit sich, es war eine Nachbildung des „Prager Jesulein“. Dieses „Jesuskind“ war auch in seinem Sterbezimmer am 15. März 1820 aufgestellt. Heute ist dieses Prager Jesulein von Klemens im Klemens-Museum in Maria am Gestade zu sehen. Klemens, der ja selbst nur wenige Tage nach Weihnachten (26.12.) seinen Geburtstag feierte, fand im „Kommen Gottes in  einem Kind ein großes Geschenk Gottes an die Welt, dafür wir immer danken sollten“. Weihnachten war deshalb eines seiner liebsten Feste.

 

 Das Prager Jesulein oder Prager Jesuskind (Pražské Jezulátko) ist weltweit eines der bekanntesten wundertätigen Gnadenbilder Jesu. Es befindet sich in der Kirche Maria vom Siege im Karmelitenkloster in Prag. Die Statue ist eine 47 cm große Wachsfigur aus der Renaissance und stellt das Jesuskind im Alter von etwa drei Jahren dar. Sie ist das Werk eines unbekannten Künstlers aus dem 16. Jahrhundert. Die Holzstatue ist mit einer farbigen Wachsschicht überzogen. Das Jesulein segnet mit der rechten Hand, in der linken hält er den Reichsapfel mit einem Kreuz, das Symbol der Weltherrschaft. Sein Gesichtsausdruck und die lockigen Haare weisen auf die spanische Herkunft hin.


Von: plv