Partnerschaft und Solidarität mit den Redemptoristen in Albanien

In der Marienkirche in Wien-Hernals wurde die Partnerschaft zwischen der Marienpfarre und dem St. Klemens Hofbauer-Komitee mit der Missionsstation der Redemptoristen in Albanien bekräftigt. Pater Andrij (Pfarrer in den Gemeinden im Umland von Tirana) gab einen ausführlichen Bericht über die Arbeit - während des Gottesdienstes und der anschl. Begegnung im Klemens Hofbauer-Saal.


Übergabe der Spende beim Gottesdienst: v.l.: P. Lorenz Voith, Fr. Sonntag, P. Andrij, H. Sonntag (PGR).

Spendenübergabe des St. Klemens Hofbauer-Komitees an Pater Andrij im Klemens Hofbauer-Saal; v.l.: W. Prokop, R. Prokop, P. Andrij, P. Lorenz Voith

Drei Kinder in der kleinen Kapelle in Kamez

Die Filiale (Klemenszentrum) in Kamez

Kindergarten im Kamez

Seit über einem Jahr haben sich das St. Klemens Hofbauer-Komitee, die Marienpfarre in Wien-Hernals, sowie die KLEMENSBLÄTTER zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren das seit vier Jahren bestehende europäische Missionsprojekt der Redemptoristen im Umland von Tirana, welches von drei Patres betreut wird, zu unterstützen.

P. Lorenz Voith besuchte dazu (mit P. Dominic O'Toole) im November 2017 diese Gemeinden. Berichte folgten in diversen Medien (u.al. in den KLEMENSBLÄTTER).

Pater Andreij, Pfarrer in vier Gemeinden, kam vom 16. und 17. Juni zu einem Besuch nach Wien. In einem Bildbericht gab er Auskunft über die Arbeit und die Herausforderungen vor Ort. Knapp 40% der Bevölkerung sind derzeit  arbeitslos, es gibt zahlreiche soziale und familiäre Probleme. Viele der in den letzten zwei Jahrzehnten zugezogenen Familien sind Katholiken und kamen von den Bergregionen Albaniens nach Tirana. Auf der anderen Seite: Die Gottesdienste sind vor allem von jungen Menschen sehr stark besucht; die Arbeit der Redemptoristen hat bereits reiche Früchte gebracht,...

Die Redemptoristen betreuen insgeamt über 30.000 Katholiken in zwei Pfarren und vier Filialgemeinden. Zusammen mit einer Schwesterngemeinschaft haben sie zahlreiche Projekte gestartet, so u.a. zertifizierte Koch- und Näheschulen für Frauen; Unterricht in italienischer und englische Sprache für Jugendliche; Gratis-Kindergärten; Nachhilfe mit Nachmittagsbetreuung für Kinder und junge Menschen; Katechismus-Unterricht und Freizeitwochen; Hilfe für besonders arme Familien.

KLEINES "KLEMENSZENTRUM"  IN KAMEZ

Mit den ersten Spenden aus Österreich wurden im Dezember 2017 in der Kirche und im kleinen Zentrum Kamez der Strom eingeleitet, sowie ein Wasser- und Heizungszugang ermöglicht. Somit wird eine Betreuung auch in den kälteren Monaten möglich.

Der Ausbau dieser Filialgemeinde in Kamez soll weiter gefördert werden. Dazu gehören die Gestaltung des Sportplatzes, die Ausbildung von Mitarbeitern, einfache Materialien, sowie materielle Hilfe für die armen Familien. 

Vertreter des St. Klemens Hofbauer-Komitees und der Marienpfarre (u.a. Einnahmen aus dem "Fastensuppenessen") übergaben jeweils höhere Spenden für diese Vorhaben. Aus Albanien wurden Bastelarbeiten mitgebracht; diese werden gegen Spenden in den nächsten Wochen angeboten.

DANKE FÜR DIE SOLIDARITÄT

P. Andrij dankte dem Komitee und der Marienpfarre für diese große Solidarität innerhalb der Ordensgemeinschaft und besonders für dieses Missionsprojekt in Albanien. P. Lorenz Voith bekräftigte die Partnerschaft; er lud für das nächste Jahr einige der Jugendlichen und Betreuer nach Wien ein. Neben der finanziellen Hilfe soll auch eine persönliche Verbindung zwischen Albanien und Österreich wachsen. Geplant sind auch Besuche von kleinen Gruppen aus Wien.  "Albanien ist ein fast vergessenes Land am Balkan. Wir wollen gerade hier unseren Blick schärfen", so Pater Lorenz.


Von: plv