Diese Webseite nutzt Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die Nutzung der Website sind Sie mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden.> Mehr dazu

Schließen
26.09.2018

Redemptoristinnen übergeben das Kloster St. Anna in Ried im Innkreis

Die Missionsschwestern "Königin der Apostel" aus Wien übernehmen das Kloster St. Anna. Beide Orden bleiben unter einem Dach.


Gruppenfoto der Redemptoristinnen mit der Leitung der Missionsschwestern (M. Generaloberin Sr. Nanditha).

Nach der Vertragsunterzeichnung; Sr. Nanditha, Sr. M. Anna, S. M. Jacinta

Außenansicht des Klausurbereichs der Redemptoristinnen in St. Anna

Bei der Vertragsunterzeichnung

Das Kloster St. Anna in Ried

Mit der notariellen Vertragsunterzeichnung und einem festlichen Gottesdienst am 18. August wurde die Übergabe des Klosters St. Anna der Redemptoristinnen in Ried im Innkreis vollzogen. Aufgrund der abnehmenden Zahl an Schwestern und dem hohen Altersdurchschnitt, haben sich der seit 1852 in Ried ansässigen kontemplativen Orden vom Hl. Erlöser (Redemptoristinnen, OSSR) vor mehreren Jahren auf die Suche nach einer Nachfolgeregelung gemacht. Nachdem Versuche, Schwestern aus dem eigenen Ordensverband nach Ried einzuladen, nicht möglich wurden, erklärten sich die in Wien ansässigen Missionsschwestern „Königin der Apostel“ (SRA) vor vier Jahren bereit, nach St. Anna zu kommen und wichtige Aufgaben (Z.B. die Hostienbäckerei, Klosterkirche, Garten,…) zu übernehmen. Nach diesen mehrjährigen Erfahrungen wurde nun die gesamte Übergabe des Klosters vereinbart. Die derzeit sechs Redemptoristinnen bleiben in ihrem Bereich als eigene Kommunität mit einem eingetragenen Bleiberecht. Die gesamten finanziellen Verpflichtungen, Verpflegung für die Schwestern, die notwendige Pflege uam. werden nunmehr von den Missionsschwestern übernommen.

 

Der frühere Provinzial der Redemptoristen und nunmehrige Eisenstädter Bischofsvikar P. Lorenz Voith begleitete diesen Prozess der beiden Gemeinschaften seit über vier Jahren. Die Diözese Linz stimmte der Übernahme von St. Anna zu.

Die issionsschwestern Königin der Apostel wollen in Ried die Kommunität mit mehreren Schwestern ausbauen und auch außerhalb des Klosters pastorale und soziale Aufgaben übernehmen.

 

Die Redemptoristinnen wurden 1731 von der Sel. Sr. Celeste Crostarosa und dem hl. Alfons von Liguori als kontemplative Ordensgemeinschaft im süditalienischen Scala – bei Amalfi – gegründet. Jedes Kloster ist selbstständig, es gibt nur eine lose Zusammenarbeit mit anderen Klöstern. Derzeit zählen die Redemptoristinnen weltweit über 550 Schwestern in 46 Klöstern. In der Ukraine und in Indien werden in diesem Jahr neue Klöster gegründet. In Österreich besteht in Lauterach (Vorarlberg) noch ein weiteres Redemptoristinnenkloster.

 

Die Missionsschwestern Königin der Apostel wurden 1923  in Wien gegründet. Vor allem der Wiener Erzbischof Kardinal Innitzer förderte persönlich diese neue Ordensgemeinschaft. Ziel des Institutes war der missionarische Einsatz in Asien, vor allem in Indien. Derzeit zählt die Kongregation über eintausend Schwestern in Europa, Afrika und Asien, wobei die Zahl wächst. Das Mutterhaus des Ordens befindet sich in Wien-Neuwaldegg.

 

Den feierlichen Gottesdienst in der Klosterkirche in St. Anna in Ried wurde vom Linzer Bischofsvikar für die Orden, Adolf Tragwöger, dem Stadtpfarrer von Ried, Rupert Niedl, P. Lorenz Voith CSsR und P. Franz Hauser CSSR (Kloster Puchheim) geleitet. Den notariell besiegelten Vertrag unterzeichneten die Generaloberin der Missionsschwestern Sr. Nandita Pereira, sowie die Priorin Sr. M. Anna und Vikarin Sr. M. Jacinta für die Redemptoristinnen. Zahlreiche Schwestern, unter ihnen die Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden Oberösterreichs, Generaloberin Sr. M. Michaela Pfeiffer-Vogl, Patres, Freunde, Mitarbeiter und Förderer des Klosters waren zu dieser Feier gekommen.

PRESSEMITTEILUNG: 20. August 2018

Fotonachweis: Missonschwestern "Königin der Apostel", Klemensblätter-Redemporisten.