Unser Mitbruder wurde am 4. Juli 1941, in der Pfarre Ort im Innkreis geboren und ist mit zwei Schwestern und einem Bruder aufgewachsen. Der Vater war Briefträger. 1951 übersiedelte die Familie nach St. Martin. Nach der Schulzeit lernte Alois das Schlosserhandwerk. 1959 legte er die Gesellenprüfung ab. Die Berufsschule besuchte er in Attnang. Dort lernte er die Redemptoristen kennen. Seinem Wunsch, Priester zu werden, ebneten sie den Weg in die Schule nach Horn und ins Spätberufenenseminar des Klosters von Eggenburg.
Nach der Matura und dem Noviziat legte er 1965 die Ersten Gelübde ab und begann das Theologiestudium im steirischen Mautern. 1968 übersiedelte das Studentat nach Innsbruck. Dort empfing er 1971 die Priesterweihe. Danach war er Seelsorger für Kinder und Jugendliche in der Pfarre Puchheim. Es war für ihn eine frohe und erfüllende Zeit. Er unterrichtete in der Schule der Schwestern und in der Berufsschule. 1981 übersiedelte er ins Kloster Innsbruck, nahm dort an der Einführung in die Glaubensmission teil, um in seinem gesamten Leben an über 130 Missionen in Österreich und Südtirol mitzuwirken. 1984 kam er ins Kloster Puchheim, das er von 1987 bis 1990 als Rektor leitete.
Anschließend übersiedelte er in die Pfarre Zipf und war dort bis zum Jahr 2000 Pfarradministrator. Wieder ins Kloster Puchheim zurückgekehrt, hielt er von dort aus Missionen, leitete religiöse Wochen, Exerzitien und Besinnungstage. 2012 ersuchte ihn die Diözese Linz nach dem plötzlichen Tod des Pfarrers von Kirchheim, Polling und Wippenham diese Pfarren bis zur Neubesetzung im September 2013 zu übernehmen. Anschließend wurde er gebeten, die Pfarre Ohlsdorf zu betreuen. Es wurden für ihn noch einmal vier besonders erfüllte und glückliche Jahre.
Eine schwere Erkrankung seit Oktober 2017 nötigte ihn, die Tätigkeit in Ohlsdorf zu beenden. Nach einem Jahr im Pflegeheim von Attnang-Puchheim konnte er ins Kloster zurückkehren, wo er noch manche Dienste übernahm. Die letzten beiden Jahre verbrachte er in unserem bayerischen Kloster Gars am Inn. Dort wurde er von den Pflegekräften und Mitbrüdern liebevoll betreut und umsorgt. Wie sehr er von vielen Menschen geschätzt wurde, zeigte sich in diesen Jahren an der Vielzahl von Besuchen, über die er sich stets freute. Er verstarb nach einer Gehirnblutung am 1. Oktober 2025 in der Inn-Salzach-Klinik in Wasserburg am Inn.
P. Alois Parzmair war ein missionarisch orientierter und menschennaher Seelsorger sowie ein bodenständiger und engagierter Sämann des Wortes Gottes.
Gott möge ihm die Fülle und Freude seiner Erlösung schenken!
Das Begräbnis von P. Parzmair fand am 13. Oktober statt. Seine sterblichen Überreste ruhen in der Grabstätte der Redemptoristen in Attnang-Puchheim.



