28.05.2022

Krieg in der Ukraine: Solidarität aus Österreich

Von den Redemptoristen weltweit und auch in Österreich laufen zahlreiche Hilfs- und Solidaritätsaktionen für die Ukraine und den ankommenden Flüchtlingen.


Polnische Studenten an der Grenze zur Ukraine

Notunterkunft im Keller der Redemptoristenkirche

"Mutter von der Immerwährenden Hilfe" - eine "Adresse" im Krieg in der Ukraine

Die Redemptoristen in Österreich haben gleich nach Kriegsbeginn eine Spendenaktion für die Ordensbrüder in der Ukraine gestartet..

Wien-Hernals:

Die Redemptoristen in Wien-Hernals konnten in den ersten Wochen bereits knapp € 40.000,-- sammeln.. Die Aktion geht weiter; die Spenden werden direkt nach Lemberg überwiesen, bzw. an Konten in Polen, oder für Anschaffungen verwendet.

Die Redemptoristen in der Ukraine haben alle ihre Klöster und Kirchen für Flüchtlinge geöffnet; vom derzeit eingeschlossenen Tschernihiv im Nordosten, oder Berdjansk im Osten, bis zu den Niederlassungen in der Westukraine. „Vor allem Medikamente und Hygieneartikel sind derzeit notwendig“, so Provinzial P. Andriy Rak in Lemberg. „Wir helfen den Familien auch auf dem Weg zur Grenze. Allen Spendern in Wien sagen wir ein Danke und Vergelt’s Gott für die Solidarität!“

Hilfe in Polen und der Slowakei

In Polen und in der Slowakei sind die Redemptoristenhäuser offen für ukrainischen Flüchtlinge. Die Studenten im südpolnischen Tuchow haben Anf. März ihr Studium unterbrochen, um an der Grenze mit der Caritas für die ankommenden Familien zu arbeiten. In Polen wurde ein sog. „humanitärer Korridor“ geöffnet, für die Notversorgung und auch für Spenden.

Solidarität in Österreich

Die Marienpfarre der Redemptoristen in Hernals sammelt seit dem 20. März auch Lebensmittel, Hygiene-Artikel und Medikamente für Redemptoristenklöster in Polen, die bereits tausende Flüchtlinge (vor allem Kinder aus Waisenhäusern) aufgenommen haben. Am 1. April soll ein erster Transport nach Polen gehen. „Die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine ist wirklich großartig; hier zeigt sich „das Gute in unserer Gesellschaft, weit über alle Kirchengrenzen hinaus“, so P. Lorenz Voith, Rektor in Wien-Hernals.

Vom Kloster Hernals werden seit den letzten Tagen Wohnungen organisiert; eine junge geflüchtete ukrainische Deutschlehrerin wurde im "Clemenshaus“ aufgenommen; diese will Hilfe für ankommende Familien aus der Ukraine in Wien leisten. Auch in den Klöstern Wien-Maria am Gestade und Maria Puchheim (OÖ) wurden Flüchtlingsfamilien aufgenommen; diverse Hilfsaktionen laufen.

In allen Kirchen des Ordens finden regelmäßige Friedengebete statt; in der Hernalser Marienkirche steht am Altar bei allen Gottesdiensten eine "gelb-blaue Friedenskerze". Die Stadtwallfahrt zur „Mutter von der Immerwährenden Hilfe“ in den Hernalser „Mariendom“ am 27. März steht im Zeichen des „Friedens für die Ukraine“. 

Redemptoristen in der Ukraine

Die Provinz Lemberg der Ukraine hat knapp 120 Mitglieder und zahlreichen Niederlassungen in der West- und Ostukraine; sie zählt zu den größten Orden in der Ukraine und gehört dem griech.-kath.-ukr. Ritus an. Seit über 20 Jahren gibt es zahlreiche Kontakte, gegenseitige Besuche und Projekte zwischen beiden Provinzen; durch viele Jahre absolvierten u.a. junge ukrainische Studenten in Innsbruck ihr Theologiestudium. Acht Bischöfe in der Ukraine sind Redemptoristen.

Intensiv ist auch die Zusammenarbeit mit den Missionsschwestern vom Hl. Erlöser, deren Niederlassungen vor 20 Jahren von Deutschland aus gegründet wurden.

Die polnische Provinz zählt über 300 Mitglieder und hat 25 Klöster und zahlreiche Einrichtungen im Land; In der Slowakei gibt es zwei Provinzen: Bratislava-Prag (röm. kath.) und Michalovce (griech.-kath.-ruth. Ritus). Auch diese haben ihre Häuser für Flüchtlingsfamilien geöffnet.

Weitere Informationen auch: www.marienpfarre.at 


Von: plv