10.08.2022

"Hilfe für die Ukraine" - eine erste Zwischenbilanz aus Wien

Seit über zwei Monaten ist Krieg in der Ukraine. Millionen von Ukrainern haben inzwischen ihre Heimat verlassen. Die Solidarität aus Österreich mit der Ukraine und den Redemptoristen geht weiter, auch dank so vieler Spender und Spenderinnen, sowie der Hilfe vor Ort und des Gebetes für den Frieden. Ein erster Zwischenbericht von den Hilfsmaßnahmen.


Anlieferung der Waren in Tuchow (Polen)

Helfer in der Marienpfarre - beim Sortieren und Verpacken

Bischof Volodymyr bei der großen "Suppenschüssel" am Vorplatz des Lemberger Hauptplatzes

Gebet am Friedhof für die Opfer des Krieges

Priesterweihe am Ostermontag in Lemberg - mitten im Krieg (durch Bischof Volodymyr)

Schutzsuchende im Keller der Kirche mit der Ikone "Mutter von der Immerwährenden Hilfe"

Seit der ersten Woche: Gebet um Frieden und Spendensammlungen

Gleich in der ersten Woche seit Kriegsbeginn begann eine Palette von Maßnahmen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, besonders auch mit den dort wirkenden Redemptoristen und den Missionsschwestern. Das „Gebet um den Frieden“ wird täglich in der Marienkirche gebetet; eine eigene Kerze in den Farben der Ukraine steht am Volksaltar. Spendenaktionen für Medikamente, Klinikbedarf und Sanitärartikel (diese werden besonders gebraucht) erbrachte bis dato einen Betrag von über euro 50.000,-- (Kolleg, Marienpfarre und Klemens-Komitee). Die Beträge wurden in die Ukraine, bzw. auf Konten in Polen überwiesen. Ein eigener kleiner LKW-Transport mit wichtigen Artikeln hat sich vor knapp 3 Wochen auf den Weg nach Tuchow (Redemptoristen-Zentrum im Süden Polens) gemacht. Die Waren wurden dort umgeladen und bereits in kleineren Wägen in die Ukraine gebracht. Auch Bischof Wolodymyr Hruza CSsR aus Lemberg erhielt Spenden für unmittelbare Hilfsleistungen in der Erzdiözese Lemberg.

Dank aus der Ukraine

Provinzial P. Rak und er bedankten sich mehrfach für diese Solidarität aus Österreich. In Wien selbst wurden Personen ins Kloster aufgenommen, bzw. Wohnungen für Familien besorgt. Im „Clemenshaus“ in Hernals wohnt eine ukr. Deutschlehrerin und hilft den vielen Flüchtlingsfamilien in Kooperation mit der Caritas.

Wie geht es weiter?

P. Lorenz Voith, Rektor in Hernals: „Die erste Welle der Hilfsbereitschaft ist abgeflacht. Die Not in der Ukraine ist aber weiterhin groß; auch die Zahlen an Flüchtlingen bei uns nehmen zu. Es wird viel Gutes getan. Dafür müssen wir sehr dankbar sein. Zugleich wollen wir unsere Hilfe für die Ukraine punktuell weiterführen. Möge sich der Krieg nicht noch weiter ausbreiten. Gerade in Hernals gibt es eine große Sensibilität für Menschen auf der Flucht - seit Jahrzehnten; Vor wenigen Jahren wurden tausende Flüchtlinge aus Irak/Syrien temporär aufgenommen und versorgt. Bis heute werden Familien betreut (Moslems und Christen). Wir wollen weiterarbeiten und unser Bestes tun in dieser aktuellen Not– mit Gottes Hilfe.“

Bischof Volodymyr Hruza: Der Redemptoristenbischof Wolodymyr Hruza, der oftmals selbst Wien besuchte und viele Jahre in Innsbruck studierte, schrieb zu Ostern: „Und trotzdem weihten wir gestern Diakone und einen Priester. Die Kirche lebt. Sie steht an der Seite derer, die uns brauchen. Der Himmel siegt über die Bomben und den Tod“.

Spendenkonto: AT41 2011 1000 0460 4210 (Redemptoristenkolleg Hernals – „HILFE FÜR UKRAINE“) oder: MARIENPFARRE: AT35 1100 0004 5250 7700 („Hilfe für Ukraine“).


Von: plv