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22.08.2019

Feierlichkeiten in Wien: Pater Josef Newald und Pater Anton Kendöl: 65 Jahre Priester + 70 Jahre Profess

Pater Newald und Pater Kendöl feiern im Juli ihr 65-jähriges Priesterjubiläum. Am 15. August feiert Pater Josef Newald sein 70-jähiges Professjubiläum; P. Anton Kendöl begeht dieses Fest im November.


Pater Newald an seinem Arbeitstisch im Kloster

Pater Anton Kendöl

Interview mit den beiden Jubilaren

(erschienen in der KLEMENSBLÄTTER - AUSGABE 2-2019)

 

Unterwegs als Volksmissionar und Wanderer

P. Anton Kendöl, in diesem Jahr feierst du dein 65­jähriges Priesterjubiläum und deine 70-jährige Profess-Feier. Wie kamst du überhaupt zu den Redemptoristen?

P. K.: Zur Ordensgemeinschaft der Redemptoristen habe ich mich entschlossen, weil ich die­se schon von Kindheit an kannte und schätzte. In meiner Heimatge­meinde Oberpullendorf gab es ein Redemptoristenkloster. Als Mini­strant bin ich gewissermaßen in der Klosterkirche, sowie im Kloster und im Klostergarten aufgewachsen.

Was waren die Stationen nach dem Noviziat bis heute. Wo warst du eingesetzt, bzw. tätig?

P.K.: Mein Noviziatsjahr und meine theologischen Studien habe ich in der Ordenshochschule der Redemptoristen in Mautern - Stmk. erbracht und abgeschlossen (1948-56). Das waren die Klöster, in denen ich gelebt und gewirkt habe: Attnang- Puchheim, Innsbruck, Wien - Hernals (Marienpfarre), Eggenburg, Leoben und dann noch einmal Innsbruck, Leoben, bis ich schließlich als Pensionist in Maria am Gestade in Wien gelandet bin.

Der Schwerpunkt meiner priesterlichen Tätigkeit lag, neben der Seelsorge an meinen jeweiligen Wohnorten, hauptsächlich in der Abhaltung von Glaubensmissionen. Es ging dabei um eine Erneuerung und Vertiefung des christlichen Glaubens in jener Pfarrgemeinde, die uns zu dieser Mission geladen hatte. Die Mission wurde zuerst ein ganzes Jahr lang gemeinsam mit der Pfarrgemeinde vorbereitet. Durchgeführt wurde sie von min­destens zwei Missionaren, die in der Regel zwei Wochen in der Pfarr­gemeinde verblieben sind. Da gab es Angebote wie Gottesdienste, Predigten und Gespräche inner­halb und außerhalb der Kirche. Der Höhepunkt lag in der Hin­führung zu den Kraftquellen unseres Glaubens, zu den Sakramenten und zu einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus, der uns die Froh­botschaft von Gott gebracht hat. Glaubensmissionen konnte ich in vielen Pfarrgemeinden in Öster­reich und in Südtirol halten und dabei viele Anstöße zu einem lebendigen Glauben weiter geben.

Was waren besonders schöne Zeiten in deinem Ordensleben und als Priester?

P.K.: Dazu ein aktuelles Ereignis: Nach Jahrzehnten treffen sich ge­legentlich noch immer ehemalige Jugendliche der Marienpfarre, Wien (zuletzt heuer, beim Begräbnis von P. Froschauer). Es sind das Leute, die vor 50 bis 60 Jahren jung waren und noch immer die Marienpfarre in guter Erinnerung halten und mit uns Seelsorgern (P. Higatzberger und mir) in dankbarer Verbindung stehen.

Gibt es Hobbys oder besonde­re Interessen, die dich ein Leben lang begleitet haben?

P.K.: Ja, ich habe so ein Hobby, nämlich das „Wandern“. Das be­gann schon im frühen Kindesalter. Unvergesslich bleibt mir die Zeit in Landsee, Bgld. wo ich als kleiner Bub mit meinen Großeltern ihren Urlaub verbringen konnte. Beson­ders beeindruckt war ich von den Wanderungen mit meinem Groß­vater in den Wäldern von Landsee und von seinen Liedern und Erzäh­lungen. - Das Wandern ist mir als Hobby geblieben, auch wenn ich jetzt nur mehr langsam und nur mit einem Stock vorwärtskomme. Aber zu einem Ausflug in den Wiener­wald reicht es immer noch.

Wenn man über 90 Jahre ist, darf man die Frage stellen: Was erhoffst und erwartest du im oder nach dem Tod?

Mein ganzes Leben dreht sich im Glauben um Jesus Christus. ER, der Sohn des lebendigen Gottes, ist die Mitte meines Lebens und die Mitte der ganzen Weltge­schichte. Letztlich erhoffe ich in meinem Sterben die endgültige, glückliche Begegnung mit IHM, der das Licht der Welt und un­sere größte Lebenserfüllung ist. Pater

Anton Kendöl feiert am 21. 7. 2019 (9:30 Uhr) sein 65-jähriges Priesterjubiläum in Maria am Gestade.

Am 21. November begeht er sein 70-jähriges Professjubiläum.

 

Lehrer - Volksmissionar - Klinikseelsorger - Beichtpater

P. Newald, wie war es vor über 70 Jahren, als du die erste Profess abgelegt hast. Wie kamst du überhaupt zu den Redemptoristen?

P.N.: Mit der Matura 1948 hat­te ich viele Fragen und Zweifel, was die Berufswege betrafen. Pater Hartmann, ein Redemptorist, gebürtig auch aus der Hei­matgemeinde, machte mich auf den Priesterberuf aufmerksam. Obwohl mich mein Katechet und Kaplan zu Hause faszinierte, ent­schied ich mich dann doch, bei den Redemptoristen einzutreten. In Mautern (Noviziat/Studium) war die Situation nicht leicht, vieles war sehr veraltert. Meine Mitno­vizen und Studenten, viele kamen aus dem Krieg zurück, haben mich letztlich gestärkt, dass ich nicht wieder den Orden verließ.

Wo warst du als Ordens­priester später eingesetzt, bzw. tätig?

P.N.: Ein sehr vielfältiges Le­ben. Zuerst wurde ich für einige Jahre zum Mathematikstudium nach Wien gesandt, dann für ein Jahr nach Puchheim als Katechet; es folgte ein Jahr in Innsbruck als Minister, dann acht Jahre im Juvenat und Gymnasium in Katzelsdorf. Von 1970 bis 1975 war ich von Eggenburg aus, spä­ter bis 1983 von Innsbruck aus, als Volksmissionar tätig. Nach einer Ausbildung zum Krankenhaus­seelsorger in Heidelberg (1983) war ich die folgenden zwanzig Jahre in Innsbruck als Klinikseel­sorger eingesetzt, davon für zehn Jahre als deren Chef. Nach der Pensionierung folgten noch zwölf Jahre lang die Wochenendaufga­ben als Aushilfsseelsorger im Tiroler Pitztal, neben vielen Aufga­ben im Innsbrucker Kloster, u.a. als Vikar und Ökonom, sowie als Beichtvater, u.a. in der Gespräch­soase.

 Was waren besonders schöne Zeiten in deinem Ordensleben und als Priester?

P.N.: Zuerst die Jahre als Lehrer in Katzelsdorf, wo ich vielen jun­gen Menschen auf gute Art Wissen beibringen konnte. Herausstrei­chen möchte ich die Klinikseelsorge in Innsbruck, sowie die Jahre im Pitztal und in der Beichtseelsorge, auch in der Herz-Jesu- Kirche.

Wie geht es dir nun in deiner neuen Beibe, im Kloster Hernals?

P.N.: Es könnte nicht schöner sein; ich bin hier Zuhause.

Gibt es Hobbys, die dich ein Leben lang begleitet haben?

P.N.: Ja, die Musik, das Theater, ob über CD oder Video. In Inns­bruck hatte ich jahrelang ein Abo für das Tiroler Landestheater.

Wenn man über 90 Jahre alt ist, darf man die Frage stellen:  Was erhoffst und erwartest du selbst im oder nach dem Tod?

P.N.: Ich habe mir lange einen plötzlichen Tod gewünscht, bis ich einen Krebskranken erlebte, der nach mehreren Chemo-Therapien, die letztlich keinen Erfolg hatten, beschloss, diese abzubre­chen, um begleitet zu sterben, ... Für mich hoffe ich zugleich, dass das eintrifft, woran ich ein ganzes Leben lang geglaubt habe.

Danke für das Gespräch.

Feierlichkeit: das 70-jährige Pro­fessjubiläum und das 65-jährige Priesterjubiläum von Pater Josef Newald feiern wir in der Hernalser Marienkirche am 15. August 2019 (9:30 Uhr). Festpredigt: Provinzial P. Edmund Hipp. Anschi.: Großes Fest im Klemens Hofbauer-Saal.

 


Von: plv