29.02.2024

15 Jahre Seelsorge in der Wiener "Gesprächsinsel"

Festakt am 1. Dezember im Redemptoristenkloster Maria am Gestade. Projektleiter P. Voith: Weit über 70.000 Gespräche und Kontakte - Würdigung der fast 50 ehrenamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinne.n


Gruppe mit den Festgästen im Klemenssaal (G. Pulling/kathpress)

Am Projekt der GESPRÄCHSINSEL haben durch die Jahre u.a. auch mehrere Redemptoristen mitgemacht: P. Alois Kraxner (+), P. Michael Lidy, P. Engelbert Jestl und P. Lorenz Voith - als Projektleiter.

BERICHT: KATHPRESS.at und Ordensgemeinschaften Österreichs

Wien, 01.12.2023 (KAP) Mit einem Festakt in den Räumlichkeiten des Wiener Redemptoristenklosters im ersten Bezirk hat die "Gesprächsinsel" am Freitag ihren 15. Geburtstag gefeiert. Die "Gesprächsinsel" ist ein kostenfreie kirchliche Gesprächs- und Beratungseinrichtung im ersten Bezirk (Freyung 6A) und besteht seit 1. Dezember 2008. Weit über 70.000 Gespräche und Kontakte habe es in der "Gesprächsinsel" bisher gegeben, so Projektleiter P. Lorenz Voith am Rande des Festes im Kathpress-Interview. Zur 15-Jahr-Feier konnte P. Voith u.a. den Wiener Weihbischof Franz Scharl sowie die Generalsekretärin der Ordenskonferenz, Sr. Christine Rod, und Ordenskonferenz-Geschäftsführer Peter Bohynik begrüßen.

Das fast 50-köpfige Team der Einrichtung besteht aus Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologinnen und Psychologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Lebensberaterinnen und Lebensberatern, Juristinnen und Juristen, Priestern und Mitarbeitenden in der Pastoral. Fast alle sind ehrenamtlich tätig. "Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger sind das große Kapital dieser Einrichtung", würdigte P. Voith das ehrenamtliche Engagement. Die größte Anzahl von Vorbeikommenden seien aus der Altersgruppe 30 bis 65 Jahren, davon 60 Prozent Frauen.

Verena Osanna, Leiterin der "Gesprächsinsel", blickte zurück auf 15 Jahre Einsatz und Seelsorge im Dienst an den Menschen. Sr. Hemma Jaksche, Provinzleiterin der Steyler Missionarinnen, die vor allem in den ersten Jahren wesentlich am Aufbau der Gesprächsinsel beteiligt war, bezeichnete die Einrichtung als "Ort der Hoffnung und des Mutes".

Da sich die Erzdiözese Wien, die bisher einen Teil der Kosten übernahm, aus dem Projekt zurückzieht, wird die Österreichische Ordenskonferenz zur Gänze mit 1. Jänner 2024 die Trägerschaft der "Gesprächsinsel" übernehmen. Sr. Christine Rod und Peter Bohynik zeigten sich in ihrem Grußwort von der Notwendigkeit der Einrichtung überzeugt, die es weiterzuentwickeln gelte. Schon zuvor hatte die Ordenskonferenz in einer Aussendung angekündigt, dass die "Gesprächsinsel" als "sozialer und spiritueller Brennpunkt" ausgebaut werden soll.

Weihbischof Scharl würdigte in seinem Grußwort, dass es gleichsam zur DNA der Orden gehöre, überall dort präsent zu sein und auch Neues zu beginnen, wo die Not der Menschen groß ist.
Die Weiterentwicklung, die bereits von Verena Osanna und ihrem Team begonnen wurde, beinhaltet u.a., das spirituelle und beratende Angebot auszuweiten, flexiblere und längere Öffnungszeiten sowie gezieltes Zugehen auch auf junge und jüngere Menschen.

Die "Gesprächsinsel ist auch gut mit anderen kirchlichen Angeboten der City-Pastoral vernetzt, ebenso auch mit der Telefonseelsorge. Die "große, ältere Schwester" der Wiener "Gesprächsinsel" ist die "Gesprächsoase in Innsbruck (Voith hatte die Idee von Innsbruck nach Wien mitgebracht", die "jüngere Schwester" ist die Gesprächsoase in Budapest, bei der Wien tatkräftig bei der Gründung 2014 mitgeholfen hatte. Eine kleine "Dominsel" gibt es inzwischen auch in Eisenstadt.

Infos zur "Gesprächsinsel" (Freyung 6A, 1010 Wien). Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch: 11 bis 19 Uhr; Dienstag, Donnerstag und Freitag: 11 bis 17 Uhr. Tel.: 0664 610 12 67, Mail: gespraechsinsel@edw.or.at, www.gespraechsinsel.at)

 


Von: kb-red