Freitag, 30.07.2010

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7. Februar 2010: 5. Sonntag im Jahreskreis (C)

Lesungen

Liturgie

Kontexte

Predigtgedanken von Max Angermann: Berufung

Predigtgedanken von Bernhard Bossert: "Auf Dein Wort hin..."


Kontexte


Meine Erfahrung mit Gott


Der Weg Jesu zu den Menschen ist ein Weg von Herz zu Herz


Am Beginn der Mission steht nicht das Glaubenswissen, nicht die wissenschaftliche Theologie, sondern im wahrsten Sinn des Wortes die Theologie - die Rede von Gott, den ich erfahren habe, der mir entgegengekommen ist, der mein Leben durchkreuzt hat, der sich mir zugewandt hat, der JA zu mir gesagt hat, der mich liebt, mit mir eins sein will und mein Leben zum Besseren verändert. Das habe ich erfahren! Und darüber kann ich nicht schweigen. Diese Erfahrung, die der Vater uns durch seinen Sohn uneingeschränkt zugänglich gemacht hat, die meinem Leben so viel mehr Hoffnung und Freude geschenkt hat, lässt mich vor allem sehr dankbar sein.

Jede und jeder, der diese Erfahrung mit Gott gemacht hat und darüber redet, ist ein/e Theologe/in. Also - keine Angst -, man kann nichts falsch machen, wenn man über seine Erfahrungen spricht. Allerdings kann man auch zuviel reden oder zu überschwänglich oder zu lehrmeisterlich. Die Geschichte der Kirche kennt da auch einige Beispiele. In der Apostelgeschichte heißt es im Vers 4,20 wörtlich übersetzt "? denn nicht können wir nicht reden ?" - Es geht also nicht ums viel reden. Bei der Stadtmission 2003 in Wien meinte jemand einmal zum Thema "Wie missionieren heute?": "Es ist vielleicht kein Zufall, dass wir zwei Ohren und einen Mund haben! - Verwenden wir als erstes mal beide Ohren und dann erst den Mund."

Es geht vor allem um Erfahrung. Wie können wir das, was wir erfahren haben, anderen zugänglich machen. Wie können wir andere zur Freundschaft mit Jesus einladen? Wie können wir heute Reich Gottes spürbar werden lassen?

Für mich steht als erstes die Dankbarkeit. Ja, ich bin dankbar für die Freundschaft mit Jesus. Dafür, dass er mich heil macht, wo ich verwundet war/bin, aber auch, wo ich Schuld auf mich geladen habe. Dass er mich führt, mich einen aufmerksamen, barmherzigen Blick lehrt, besonders für die, mit denen er sich besonders identifiziert hat - die Armen, die Kranken, die Fremden, die Ausgestoßenen, ? - die, von denen er sich erschüttern ließ.

Und ich bin vielen Menschen dankbar, durch die mir die Aufmerksamkeit und Zuneigung Gottes ganz alltäglich erfahrbar und unmittelbar spürbar wird.

Wenn ich es schaffe, diese Dankbarkeit zu leben und die Freude darüber, dann hat das schon ganz viel missionarische Kraft - ganz absichtslos. Weil andere neugierig werden und anfangen Fragen zu stellen. Und dann kann ich erzählen, worüber ich nicht schweigen kann.

Der Weg Jesu zu den Menschen ist ein Weg von Herz zu Herz. Es liegt an uns, die wir heute seine Zeugen sind, diesen Weg weiterzugehen.


Apostegeschichte 2010 - http://www.apg2010.at


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Jobs "zwischen Himmel und Erde"


Innsbruck: Bischof informiert Maturanten über kirchliche Berufe


300 Schülerinnen und Schüler lernen beim zweiten "Theo-Tag" der Diözese Innsbruck Jobs "zwischen Himmel und Erde" kennen

Innsbruck, 30.01.2010 (KAP) Mehr als 300 angehende Maturantinnen und Maturanten werden sich am Montag beim zweiten "Theo-Tag" der Diözese Innsbruck über Berufe und Arbeitsmöglichkeiten in der katholischen Kirche informieren. Unter dem Motto "Arbeiten zwischen Himmel und Erde" sind im Innsbrucker "Haus der Begegnung" ab 9 Uhr zahlreiche Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops geplant. Prominente Gesprächspartner der Schüler sind u.a. der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer, Generalvikar Jakob Bürgler, Caritasdirektor Georg Schärmer und der Dekan der Theologischen Fakultät Innsbruck, Prof. Jozef Niewiadomski.

An Info-Ständen soll über die tägliche Arbeit von Priestern und Ordensleuten ebenso berichtet werden wie über die Jobanforderungen für Religionslehrer oder Jugend- und Sozialarbeiter. Kirchliche Mitarbeiter stellen aber auch andere Berufsfelder, zum Beispiel in Pfarren, der Erwachsenenbildung, der Gefängnisseelsorge oder in der Verwaltung der Diözese vor. Die bunte Palette an kirchlichen Sozialberufen ist ebenso ein Thema wie die Möglichkeit zu "Auslandseinsätzen". Studenten der Theologischen Fakultät Innsbruck werden den Maturanten am "Theo-Tag" einen Einblick in das Theologiestudium geben.


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"Lässliche Todsünden"


Eva Menasse: "Ich nehme die Sünde ernst"


Linzer "Kirchenzeitung" über Besuch der Schriftstellerin im Stifterhaus - Todsünden sind "spannendes Thema in der Literatur"

Linz, 02.02.2010 (KAP) Die Schriftstellerin Eva Menasse will mit ihrem neuen Erzählband "Lässliche Todsünden" ihrer Leserschaft weder mit "moralisch erhobenem Zeigefinger" begegnen noch menschliches Fehlverhalten entschuldigen. Das betonte die in Berlin lebende Wiener Autorin kürzlich bei einer Veranstaltung der Reihe "Lesethemen - Lebensthemen" im Linzer Stifterhaus, über die die diözesane "Kirchenzeitung" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet. Sie "nehme die Sünde ernst", wolle darstellen und benennen, aber nicht verurteilen, so Menasse.

Unter dem widersprüchlichen Titel "Lässliche Todsünden" - laut katholischem Katechismus unterscheiden sich "lässliche" Sünden, die Unwichtigeres betreffen, klar von den gewichtigen "Hauptsünden" - will Menasse, wie sie sagte, keinen neuen Sündenkatalog erstellen, sondern menschliches Verhalten im alltäglichen Überlebenskampf beschreiben. Was Sünde meint, sei nach wie vor aktuell. "Sünde gibt es auch ohne Gott", sagte die Autorin nach ihrer Lesung. Die Hauptsünden Trägheit, Gefräßigkeit (Völlerei), Wollust, Zorn, Hochmut, Neid und Habgier dienen als Raster für Menasses Erzählungen. Dabei bedarf es meist eines zweiten Blicks, um die jeweilige Sünde zu erkennen.

Die Wollust z.B. will Menasse nicht bloß im Bereich der Sexualität verankert wissen. Es gebe auch eine Lust, andere Menschen abhängig zu machen: Ein Mann namens Rument etwa lebt in der Erzählung "Wollust" seine unbändige Lust aus, seine Partnerin zu pflegen, und macht sie dadurch kränker, als sie ist. Oder Ilka, die in der Erzählung "Zorn" ihre blinde Wut konserviert und in eine Strafe umwandelt, die das Gegenüber vernichtet. Die Protagonisten scheinen von ihrer Unzulänglichkeit eine Ahnung zu haben, sind aber unfähig, ihrem Leben eine erlösende Wende zu geben, quasi der "Sünde", die sich gegen sie selbst richtet, abzuschwören.

Mit Botschaften wie "Geiz ist geil" lassen sich laut Menasse Inhalte aus der christlichen Tradition vermitteln, wenngleich völlig ins Gegenteil verkehrt. "Ich habe neuen Wein in alte Schläuche gefüllt", meinte Menasse über ihren Rückgriff auf die "Todsünden". Das Konzept Sünde in einer säkularisierten Welt sei nach wie vor interessant, strich die Schriftstellerin hervor.

Der Linzer Seelsorger, Autor und Musiker Peter Paul Kaspar legte bei der Veranstaltung im Gespräch mit Eva Menasse und Christian Schacherreiter den Fokus auf den Umgang mit Schuld: Mit der eigenen Schuld zurande zu kommen, das falle heute vielen schwer. Es gehe darum, wie Menschen aneinander schuldig werden. Wer sich der eigenen Schuld nicht stelle, laufe Gefahr, eine "gebrochene Existenz" zu werden.


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