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7. März 2010: 3. Fastensonntag (C)
Predigtgedanken von Jörg Thiemann: Umkehr des Herzens
Predigtgedanken von Bernhard Rathmer: Eine dornige Angelegenheit
Eine dornige Angelegenheit
(Der Prediger zeigt einen Dornzweig).
Eigentlich habe ich es mit diesem Zweig nicht so gern zu tun. Man kann ihn kaum anfassen ohne sich zu stechen und er sticht kräftig. Es kostet mich immer einige Überwindung, diesen Strauch zu beschneiden und noch mehr das abgeschnittene nachher aufzusammeln.
Hätte Gott sich nicht etwas Besseres aussuchen können, das er zum Brennen bringt, um sich Mose zu offenbaren. Wäre eine Rose, oder zumindest ein edler Früchtebaum, Datteln zum Beispiel nicht angemessener gewesen? Aber er lässt sich offenbar auf das Stachlige ein, besser zumindest, als ich es kann. Er geht wohl dem, was unangenehm ist nicht aus dem Weg. So hört er auf die Schreie seines Volkes Israel, das unter harter Arbeit, unter schlechten Bedingungen, unter Ausbeutung und Unterdrückung leidet.
Also ist der Dornbusch, ist dieser Dornzweig doch kein schlechtes Symbol für das, was jetzt ansteht. Und Gott brennt für seine Sache und er macht aufmerksam.
Wenn Gott sich zeigt
Mose sieht den brennenden Dornbusch und geht auf das Ereignis zu. Wahrscheinlich vorsichtig, denn es scheint sich etwas Eigenartiges anzubahnen. Seine Schuhe muss er ausziehen, denn diese Begegnung ist etwas Besonderes. Und der Ort ist es auch.Und Gott lädt Mose ein: schau, wer ich bin. Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Schau genau hin, schau, was ich schon alles getan habe, ich habe eine Geschichte mit den Menschen, mit meinem Volk. Ich habe das Elend gesehen und ich möchte mich als der Gott meines Volkes zeigen. Und ich gebrauche dich als Menschen, der dies mit mir tut.
Ein brennender Dornbusch ? gut. Aber Geschichten von Sträuchern und Bäumen, die brannten und nicht verbrannten, kannte man zu damaliger Zeit. Auch der Verweis auf die Vergangenheit ist ganz nett. Aber reicht das aus, einen solchen Auftrag anzunehmen? Reicht das aus ein solches Risiko einzugehen?
Mose frag weiter: Wie heißt Du? - Mose verhandelt und fordert. Du musst schon etwas mehr von Dir zeigen. Du musst sagen, wer du bist, wie du heißt. Du musst bereit sein, wenn du mich in deine Pläne einbeziehst, dich genauso auf mich einzulassen, wie ich mich auf dich einlasse.
Und Gott: Endlich, jemand traut mir zu, dass ich mehr kann, als ein Naturschauspiel zu arrangieren. So jemandem kann ich sagen, wer ich meinem innersten Wesen nach bin, wer ich für ihn bin, wer ich für mein Volk bin.
Der "ich bin da"
Ich bin der "Ich bin da". Das ist mein Name, der Name Gottes. Das bin ich für mein Volk, für Menschen die auf mich hoffen.Damals in Israel und heute für Sie und mich gilt der Name Gottes, wenn es in unserem Leben stachelig wird: "Ich bin da." "Ich bin für dich da!"
Copyright 2010 Bernhard Rathmer
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