11.12.2017

Bei den "Ärmsten der Armen": Mission in Albanien

Kurzer Bericht vom Besuch bei den Redemptoristen in Albanien, welche vor drei Jahren eine beeindruckende Mission begannen.


Kinder des neugeschaffenen Kindergartens in der kleinen Station ohne Wasser und Strom

Besuch beim Erzbischof: v.l. P. Dominic, Erzbischof Georges, P. L. Voith, P. Andrej von der Kommunität in Albanien

P. Lorenz Voith mit den Kindern beim Katechismusunterricht

Die Kirche in Kamez bei Tirana

Katechismusunterricht am Samstagvormittag in der Kirche

 

 

Im September 2014 begann – nach Einladung der Diözese – die Mission der Redemptoristen im Umland der albanischen Hauptstadt Tirana. Albanien gehört neben Moldawien zu den ärmsten Ländern Europas. Vielfach ist das Land  noch geprägt von der religionsfeindlichen kommunistischen Diktatur, welche tausende Märtyrer beklagte. In den letzten fünfzehn Jahren sind viele katholische Familien aus dem nördlichen Bergland in das Zentrum des Landes gezogen, da hier Bildung, Arbeit und Zukunft erhofft wurde. Das Durchschnittsalter der Albaner beträgt 28 Jahre; zugleich sind knapp 40% arbeitslos, bzw. minderbeschäftigt.

 

Die Redemptoristen (derzeit sind es zwei Patres; ein Pater aus Neapel folgt im Jänner 2018) betreuen heute vier Gemeinden für knapp 40.000 Katholiken; sie arbeiten mit zwei Schwesterngemeinschaften zusammen. P. Lorenz Voith besuchte Mitte November diese Mission und konnte dabei auch Spenden aus Österreich überbringen. Es  gab u.a. Begegnungen und Gespräche mit dem Erzbischof von Tirana, den Schwestern, sowie zahlreichen Familien. P. Dominc O’Toole, englischer Redemptorist und derzeit in Wien pastoral tätig, war Begleiter dieser Reise. P. Dominic war in den ersten beiden Jahren auch im Team der Redemptoristen in Albanien, bevor er aus gesundheitlichen Gründen diesen Einsatz beenden musste.

 

P. Voith: „Die großen sozialen Unterschiede und die teilweise schlimme Armut haben mich betroffen gemacht. Die Korruption ist eines der Krebsgeschwüre des Landes. Die Patres hier arbeiten ganz im Sinne der redemptoristischen Mission: „Gesandt zu den Ärmsten!“ Eindrucksvoll sind folgende Schwerpunkte: Die an jedem Samstag und Sonntag angebotenen Katechesen für Kinder und Jugendlichen, die gut angenommenen Koch- und Schneiderkurse für Frauen, die Freizeitgestaltung in den sog. „Oratorien“, die konkrete materielle Hilfe für einzelne Familien, u.a.m.  Die Gottesdienste sind „gefüllt“, vor allem von jungen Menschen. Viele junge ehrenamtliche Helfer wurden in den letzten beiden Jahren für die pastorale und soziale Arbeit gefunden und ausgebildet; ein wichtiges  Hoffnungszeichen in einer noch eher klerikal geprägten Kirche. Die Menschen hier sind sehr dankbar, dass wir Interesse an ihrem Leben und ihrer Zukunft zeigen; dazu gehören auch die Besuche. Das St. Klemens Hofbauer-Komitee, die „Klemensblätter“, sowie die Redemptoristen (Marienpfarre) werden diese Mission in den nächsten Jahren unterstützen. Wir wurden gebeten, vor allem eine Filialkapelle mit den angeschlossenen Räumlichkeiten (und einem Kindergarten für die ärmsten Familien) zu fördern. Hier soll ein Strom- und Wasseranschluss ermöglicht werden, sowie die Räumlichkeiten für die Kinder- und Jugendbetreuung eingerichtet werden. Die Familien vor Ort sind auch bereit, für Österreich diverse Bastelarbeiten zukommen zu lassen“.

Weitere Infos folgen in den KLEMENSBLÄTTER und im Rundbrief des St. Klemens Hofbauer-Komitees bzw. in den Infos der Marienpfarre Wien-Hernals.