21.08.2017

Priesterweihe und Primiz zu Pfingsten

Pater Mario Marchler, gebürtiger Steirer, wird am Pfingstsamstag (9:30 Uhr) im Dom zu Würzburg zum Priester geweiht. Die Ordensprimiz feiert er am nächsten Tag in St. Alfons in Würzburg (10:00 Uhr). Heimatprimiz am Sonntag, 11. Juni um 10:00 Uhr in Troifaich (Steiermark). Eine Nachprimiz findet in St. Alfons in Leoben statt: Samstag, 9. Juni, 9:00 Uhr.


P. Mario Marchler CSSR

Diakonweihe von Mario Marchler 2016

Im nachstehenden ein Beitrag des Neupriesters (aus: Klemensblätter  Mai/Juni 2017):

Auf dem Weg zur Priesterweihe

Seit meiner Diakonenweihe am 22. Oktober 2016 in Würzburg bin ich in der Pfarreiengemeinschaft Dürrbachtal in Würzburg tätig. Meine ersten Schritte auf dem pastoralen und seelsorglichen Boden darf ich mit meinem Mentor Pfarrer Sebastian Herbert gehen. Er hat den gleichen Ausbildungsweg hinter sich wie ich (Studium der Theologie in Lantershofen als Spätberufener, Anm. d. Redaktion), so dass sich eine gute Basis für ein gemeinsames Arbeiten ergab. Zu meinen ständigen Aufgaben in den Pfarreien, gehören z.B. die Taufen, die Erstkommunionvorbereitung, der Kontakt zu den Kindergärten, die Teilnahmen an den Sitzungen der verschiedenen Gremien (Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, etc.), den diakonischen Dienst in den Gottesdiensten, dem Pfarrer über die Schulter schauen und lernen, wie es in der Praxis (Wirklichkeit) funktioniert.

 

Pfarrer Herbert führt mich nicht nur in den pastoralen Dienst ein, sondern steht mir auch auf meinem Weg zum Priesteramt bei. In vielen offenen und herzlichen Gesprächen reden wir über den Priesterberuf von heute. Der Priester von heute hat unzählige und vielseitige Aufgaben, die aber nicht immer das Priestersein fördern. Wann findet der Priester Zeit um sein geistliches Leben zu pflegen und zu leben? In wie weit muss (soll) der Priester in seinem Leitungsamt auch die ganze Verwaltung einer Pfarrei, die einem mittelständigen Betreib gleicht, übernehmen? Ist er nur Kirchenverwaltungsvorsitzender, Animator oder ist er doch mehr? Solche und ähnliche Fragen werden besprochen und diskutiert.

Zum Anlass und zur Vorbereitung auf meiner Priesterweihe gibt es in der Pfarreiengemeinschaft eine Triduumspredigt. Die Vorbereitung mit den drei Predigten gilt nicht nur mir, sondern soll auch die Pfarrgemeinden geistlich auf diesen Tag vorbereiten. Damit soll auch zum Ausdruck gebracht werden, dass der Priester nicht für sich, sondern für den Dienst an Gott und den Menschen gerufen ist. Die Predigten der drei Sonntage vor der Weihe, werden von Pfarrer Sebastian Herbert, Dekan Dr. Jürgen Vorndran und Prof. Dr. Martin Stuflesser gehalten.

Seit meiner Diakonenweihe besuche ich den Pastoralkurs der Ordensleute im Pastoraltheologisches Institut Friedberg bei Augsburg. Hier werden in theoretisch-praktischer Form einige Dinge gelernt, wie z.B. Pfarramtsverwaltung, richtiges Ausfüllen von Dokumenten (Ehevorbereitungsprotokoll, Taufanmeldung, etc.), Gesprächsführung, Predigt, Einblick und Vorbereitung von Religionsunterricht, Sakramentenspendung mit hilfreichen Tipps bei der Durchführung, und vor allem der Ablauf und Vollzug der Messfeier.  Vieles gehört zum Priesterwerden dazu: Eine gute Ausbildung, ein guter Einblick und Durchblick in den vielseitigen pastoralen und seelsorglichen Feldern, eine geistige/geistliche Vorbereitung und Reife, usw. Zur geistlichen Vorbereitung auf diesen großen Tag werde ich mich für einige Tage ins Kloster Maria Puchheim zurückziehen und eine Auszeit nehmen von Computer, Schreibtisch und den organisatorischen Dingen rund um die Weihe, um mich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren: die Weihe zum Priester. Dazu erbitte ich Ihr Gebet

 

Im Herbst beginnt P. Mario Marchler seine Arbeit als Kaplan in der Pfarre Maria Puchheim.


Von: plv