20.10.2017

Internationaler Kongress in Madrid: "Mutter von der Immerwährenden Hilfe"

Als Vertreter der Provinz Wien-München nahm Dr. Hubert Sterba (Wien-Hernals) am europäischen Kongress der Redemptoristen teil. In der Provinz Wien-München gibt es drei Kirchen/Klöster, die die "Mutter von der Immerwährenden Hilfe" als ihre Patronin führen: Maria Puchheim, Cham/Oberpfalz und die Marienkirche in Wien-Hernals.


Hubert Sterba in Madrid (Bericht über die Provinz Wien-München)

Kongressausscheibung

Kurzbericht von Dr. Hubert Sterba über den Kongress in Madrid:

 

1866 hat Papst Pius IX. den Redemptoristen diese Ikone übergeben mit dem Auftrag, sie in der ganzen Welt bekannt zu machen. Das Treffen sollte erkunden, wie weit dieser Auftrag erfüllt wird und wie er weiter zu erfüllen ist. Treffen von 60 Personen aus 22 Europäischen Provinzen der Redemptoristen. Die Teilnehmer kamen aus der Ukraine, aus Irland, Polen, Russland, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Spanien, Italien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Portugal, Österreich, auch aus Mexiko, Indonesien, von den Philippinen und Kanada. Etwa die Hälfte der Teilnehmer waren Kleriker.

Man könnte dabei an eine babylonische Sprachverwirrung denken.

 Der Generalobere P. Brehl nannte es eher ein pfingstliches Sprachwunder, als bei der ersten Messe die Fürbitten in 9 Sprachen gesprochen wurden – und die Anliegen doch alle verstanden haben.

Sonst war der Tagesverlauf ein „marianischer“:

Zuhören (Vortrag)

Überlegen erwägen (sie erwog es in ihrem Herzen)

Teilen – sich mitteilen, das Überlegte weitergeben, wie das Missionarische in Maria, sie war die erste missionarische Jüngerin als sie Christus der Welt brachte und unter dem Kreuz den Auftrag erhielt „Mutter, siehe da Deinen Sohn“.

 

Inhaltlich beschäftigten wir uns einmal mit der Geschichte Marienverehrung des Hl. Alfons und der Bedeutung er Ikone der Mutter von der Immerwährenden Hilfe für die Redemptoristen.

 

Üblicher Weise wird die Botschaft der Ikone hauptsächlich als spirituelle Hilfe unserer individuellen Probleme auf dieser Erde verstanden. Das ist richtig und auch heute noch gut so.

 

Die tiefste spirituelle Boschaft des Bildes der Ikone versteht sich aber erst aus der byzantinischen Spiritualität, aus der die Ikone gemalt wurde: Sie ist dort kein Schmuck fürs Heim oder für eine Kirchen, sondern ein Fenster zum Himmel, ein sakramentales Zeichen der Anwesenheit des Dreifaltigen Gottes: Gläubige beten mit der Ikone. Es wäre sicher einmal lohnend, die Symbolik der Ikone der Mutter von der immerwährenden Hilfe zu betrachten. Sie ist das Evangelium in einem Bild.

 

Im zweiten Teil beschäftigten wir uns mit der Mission, mit dem Auftrag, was die Redemptoristen mit der Ikone machen sollte. Von Papst Pius IX stammt der Auftrag sie zu verbreiten, bekannt zu machen. Das ist für viele Teile der Welt geschehen. Die Botschaft der Ikone geht aber über das reine „Verbreiten” hinaus.

 

Papst Franziskus erweitert und präzisiert: Er sagt: Vom Kreuz kommt die letzte rettende Botschaft: Es ist vollbracht! , und die Bitte, Maria möge uns als Mutter begleiten, sodass wir in der Ikone die Geheimnisse des Evangeliums, das Geheimnis unserer Erlösung lesen. Die Mission Mariens heute ist (aus Evangelium Gaudi, Laudato sii, Amoris laetitiae, Misericordiae vultis)  zu bezeugen, dass der Erlöser will, dass wir 

 

Die verwundete Welt in unser gemeinsames Haus verwandeln, durch einen Berg von Zärtlichkeit und mütterlicher Liebe, indem wir unsere materiellen Güter teilen.

 

Dass wir alle, die es brauchen in Freundschaft umarmen und Freude all jenen bringen, die in Not sind.

Dass wir Mitgefühl und Verständnis für alle aufbringen, die leiden

Diese Mission ist sicher noch nicht erfüllte. Deshalb auch das Motto Mission First in unserem diözesanen Entwicklungsprozess.

Es wurden dann Beispiele gebracht, wie in den verschiedenen Provinzen diese marianische Mission angegangen wird:

Von professionellen Projekten mit Werbungen, mit und für die Ikone und die immerwährende Novene im Internet, via Facebook und Google, Plakate an den Bussen der Stadtverwaltung, großen Veranstaltungen auf der Straße, wo Leute spenden, z.B. in Limerik (Irland) für eine Aktion „niemand soll zu Weihnachten hungern“: gesammelt 200.000 € 7000 Familien bedacht.

Werbung im Radio, im Fernsehen, Werbung mit T-Shirts, Figuren

Über Wallfahrten mit entsprechenden Predigten, auch bei uns (vgl. STADTWALLFAHRTEN IN DIE HERNALSER MARIENKIRCHE).

Bekenntnisse von Laien, in „irregulären Verhältnissen“ über ihren eigenen Weg mit und durch Maria zu Christus

Werbungen für die immerwährende Novene (die auch bei uns gebetet wird)

Maria begleitet uns in dieser Mission und geht uns oft voraus

 

Bleibt die Frage, können wir sie in ihrer Mission begleiten und wahre Zeugen des Erlösers in der Solidarität mit einer verwundeten Welt wir sind?

 

Der Bericht wurde von Hubert Sterba am Sonntag, den 14. Mai im Gottesdienst in der Marienkirche Wen-Hernals gegeben. Ein ausführlicher Bericht folgt in den KLEMENSBLÄTTER (Juli-August).

Dr. Hubert Sterba ist em. Univ.-Prof. der Universität für Bodenkultur in Wien, seit vielen Jahren Mtglied im Pfarrgemeinderat der Marienpfarre, Präsident der Legio Mariens ín der Marienpfarre, sowie im Besuchsdienst, u.a.m. engagiert.


Von: plv