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{\author Predigtforum}{\operator hans.huetter@cssr.at}{\title Lesungen als RTF}}

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\fs36\b 28. Februar 2010: 2. Fastensonntag (C)\b0\fs24\par \par \b 1. Lesung vom 2. Fastensonntag, Lesejahr C: \par Gen 15,5-12. 17-18\b0 \par \par Lesung aus dem Buch Genesis.\par \par In jenen Tagen f\'fchrte der Herr Abram hinaus und sprach: \par Sieh doch zum Himmel hinauf, und z\'e4hl die Sterne, \par wenn du sie z\'e4hlen kannst. \par Und er sprach zu ihm:\par  So zahlreich werden deine Nachkommen sein. \par Abram glaubte dem Herrn, \par und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. \par Er sprach zu ihm: \par Ich bin der Herr, \par der dich aus Ur in Chald\'e4a herausgef\'fchrt hat, \par um dir dieses Land zu eigen zu geben. \par Da sagte Abram: \par Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, \par da\'df ich es zu eigen bekomme? \par Der Herr antwortete ihm: \par Hol mir ein dreij\'e4hriges Rind, \par eine dreij\'e4hrige Ziege, \par einen dreij\'e4hrigen Widder, \par eine Turteltaube und eine Haustaube! \par Abram brachte ihm alle diese Tiere, \par zerteilte sie und legte je eine H\'e4lfte der andern gegen\'fcber;\par die V\'f6gel aber zerteilte er nicht. \par Da stie\'dfen Raubv\'f6gel auf die Fleischst\'fccke herab, \par doch Abram verscheuchte sie. \par Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; \par gro\'dfe, unheimliche Angst \'fcberfiel ihn. \par Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. \par Auf einmal waren ein rauchender Ofen \par und eine lodernde Fackel da; \par sie fuhren zwischen jenen Fleischst\'fccken hindurch. \par An diesem Tag schlo\'df der Herr mit Abram folgenden Bund:\par Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land \par vom Grenzbach \'c4gyptens bis zum gro\'dfen Strom Eufrat.\par \par \b Lesungskommentar von Martin Stewen (2010)\b0 \par \par Die alttestamentliche Perikope aus dem Buch Genesis beschreibt die Grenzziehung f\'fcr das "Versprochene Land" zwischen Nil und Euphrat. Anhand dieser V\'e4tergeschichte wird deutlich, welches Territorium der sp\'e4tere Auszug aus \'c4gypten zum Ziel hat.\par Die Land\'fcbergabe wird rituell best\'e4tigt, womit das Versprechen besiegelt ist - und von orthodoxen Juden als bindend bis heute angesehen wird.\par \par \par \b Lesungskommentar von Hans H\'fctter (1998)\b0 \par \par Die erste Lesung des 2. Fastensonntags erz\'e4hlt vom Bundesschlu\'df Gottes mit Abraham. Abraham wird als das gro\'dfe Vorbild des Glaubens dargestellt. Auf die Verhei\'dfung Gottes hin hat er, ohne etwas Konkretes in der Hand zu haben, seine Heimat verlassen, um das neue verhei\'dfene Land zu suchen. All das ist aber wertlos angesichts seiner Kinderlosigkeit. Ein Land in Besitz nehmen - f\'fcr wen?\par \par In einem eindrucksvollen Bild des orientalischen Sternenhimmels bekr\'e4ftigt Gott Abraham gegen\'fcber seine Zusage. Abraham erbittet ein Zeichen, an dem erkennen k\'f6nne, da\'df er das Land zu eigen bekomme. Ein Zeichen zu erbitten ist in der Vorstellung des Verfassers nicht ungew\'f6hnlich (vgl. Mose und Gideon).\par \par Gott fordert Abraham auf, eine Ritual vorzubereiten, wie man es vornahm, wenn jemand einen feierlichen Schwur leitstete. Man zerteilte Opfertiere und legte sie si auf den Boden, da\'df der Schw\'f6rende zwischen den St\'fccken durchgehen konnte. So wie dem Opfertier werde es ihm ergehen, wenn er seinen Schwur nicht h\'e4lt ...\par \par Das besondere an diesem Schwur ist jedoch, da\'df in dem n\'e4chtlichen Erlebnis des Abraham Gott selbst zwischen den Opferst\'fccken hindurchschreitet. Er schw\'f6rt Abraham und seinen Nachkommen, seine Versprechen zu halten.\par \par \par \par \b Lesungskommentar von Marita Meister (2001)\b0 \par \par Abraham fordert Gott heraus. Er will wissen, ob die Verhei\'dfung Jahwes sich erf\'fcllt. Abraham glaubt, und das wird ihm als "Gerechtigkeit" angerechnet. Und Gott - er bekr\'e4ftigt seine Verhei\'dfung Abraham gegen\'fcber, wenngleich die Art und Weise befremdet.\par \par Der Glaube Abrahams wird auf die Probe gestellt, die Verwirklichung der Verhei\'dfungen verz\'f6gert sich. Dann werden sie erneuert und durch einen Bund besiegelt. Die Landverhei\'dfung steht an der ersten Stelle (vgl. Einheits\'fcbersetzung mit dem Kommentar der Jerusalemer Bibel).\par \par Tatsache ist, dass Gott nicht hinter sein Wort zur\'fcckgeht und es von menschlicher Seite her anscheinend immer wieder eine "Absicherung" bzw. Best\'e4tigung braucht, damit Vertrauen und Glauben einen festen Sitz im Leben haben.\par \par \par \par \b Ungek\'fcrzte Fassung der \par 1. Lesung des 2. Sonntag der Fastenzeit, Lesejahr C: \par Gen 15,1-18\b0 Nach diesen Ereignissen erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram: F\'fcrchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr gro\'df sein. Abram antwortete: Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben? Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses ist Eli\'ebser aus Damaskus. Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben. Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein. \par \par Er f\'fchrte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf, und z\'e4hl die Sterne, wenn du sie z\'e4hlen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chald\'e4a herausgef\'fchrt hat, um dir dieses Land zu eigen zu geben. Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, da\'df ich es zu eigen bekomme? \par \par Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreij\'e4hriges Rind, eine dreij\'e4hrige Ziege, einen dreij\'e4hrigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube! Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine H\'e4lfte der andern gegen\'fcber; die V\'f6gel aber zerteilte er nicht. Da stie\'dfen Raubv\'f6gel auf die Fleischst\'fccke herab, doch Abram verscheuchte sie. Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; gro\'dfe, unheimliche Angst \'fcberfiel ihn. Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischst\'fccken hindurch. An diesem Tag schlo\'df der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach \'c4gyptens bis zum gro\'dfen Strom Eufrat.\par \par \b 2. Lesung vom 2. Fastensonntag, Lesejahr C: \par Phil 3,17 - 4,1 \par \b0 Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper:\par \par Ahmt auch ihr mich nach, Br\'fcder, \par und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt. \par Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, \par doch jetzt unter Tr\'e4nen spreche - \par leben als Feinde des Kreuzes Christi. \par Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; \par ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn. \par Unsere Heimat aber ist im Himmel. \par Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, \par als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird \par in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, \par in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.\par Darum, meine geliebten Br\'fcder, nach denen ich mich sehne,\par meine Freude und mein Ehrenkranz, \par steht fest in der Gemeinschaft mit dem Herrn, liebe Br\'fcder.\par \par \b Lesungskommentar von Martin Stewen (2010)\b0 \par \par Jene Kreuzesnachfolge, auf die Paulus die fr\'fche Gemeinde in Philippi einschw\'f6rt, hatte zu dieser Zeit etwas sehr Realistisches an sich. Die Gemeinden sahen sich der Verfolgung ausgesetzt - wer sich zur Christusnachfolge bekannte, war an Leib und Leben gef\'e4hrdet.\par \par Philippi war eine der ersten christlichen Gr\'fcndungen und die Christen hatten noch wenig Erfahrungen mit dem \'dcbel der Verfolgung: Paulus mahnt sie, was auch immer passieren soll, den Leib gering zu sch\'e4tzen um des Himmelreiches willen. \par \par \par \b Lesungskommentar von Hans H\'fctter (1998)\b0 \par \par In diesem Abschnitt des Philipperbriefes tritt Paulus gegen Irrlehrer in der Gemeinde auf. Offenbar sind es Personen, die mit der Kreuzestheologie des Paulus nicht viel anfangen k\'f6nnen.\par \par Paulus fordert die Philipper auf, ihn selbst nachzuahmen und jene, die mit ihm in Einklang stehen. Es geht dabei nicht um Selbstbeweihr\'e4ucherung oder Prahlerei. Ihm geht es um die Kreuzesnachfolge, die einige in der Gemeinde ablehnen. An seiner Lebesnweise kann abgelesen werden, wie die Kreuzesnachfolge gelebt werden kann.\par \par Dar\'fcber hinaus betont Paulus die Erwartung des Wiederkommens Christi. Er wird die Vollendung und Umgestaltung des irdischen Leibes bringen. Vermutlich betrachten sich die Gegner des Paulus bereits als vollendet und als teilhaftig des neuen Lebens und erwarten nicht mehr das Kommen Christi. \par  \par \par \par \par \par \b Kurzfassung der \par 2. Lesung vom 2. Fastensonntag, Lesejahr C: \par Phil 3,20 - 4,1 \par \b0 Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper:\par \par Br\'fcder! \par Unsere Heimat aber ist im Himmel. \par Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, \par als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird \par in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, \par in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.\par Darum, meine geliebten Br\'fcder, nach denen ich mich sehne,\par meine Freude und mein Ehrenkranz, \par steht fest in der Gemeinschaft mit dem Herrn, liebe Br\'fcder.\par \par \b Evangelium vom 2. Fastensonntag, Lesejahr C,\b0 \b  \par Lk 9,28b-36\b0 \par \par Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas: \par Jesus nahm Petrus, Johannes und Jakobus beiseite \par und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. \par Und w\'e4hrend er betete, \par ver\'e4nderte sich das Aussehen seines Gesichtes, \par und sein Gewand wurde leuchtend wei\'df. \par Und pl\'f6tzlich redeten zwei M\'e4nner mit ihm. \par Es waren Mose und Elija; \par sie erschienen in strahlendem Licht \par und sprachen von seinem Ende, \par das sich in Jerusalem erf\'fcllen sollte. \par Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, \par wurden jedoch wach \par und sahen Jesus in strahlendem Licht \par und die zwei M\'e4nner, die bei ihm standen. \par Als die beiden sich von ihm trennen wollten, \par sagte Petrus zu Jesus: \par Meister, es ist gut, da\'df wir hier sind. \par Wir wollen drei H\'fctten bauen, \par eine f\'fcr dich, eine f\'fcr Mose und eine f\'fcr Elija. \par Er wu\'dfte aber nicht, was er sagte. \par W\'e4hrend er noch redete, kam eine Wolke \par und warf ihren Schatten auf sie. \par Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. \par Da rief eine Stimme aus der Wolke: \par Das ist mein auserw\'e4hlter Sohn, \par auf ihn sollt ihr h\'f6ren. \par Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. \par Die J\'fcnger schwiegen jedoch \'fcber das, was sie gesehen hatten, \par und erz\'e4hlten in jenen Tagen niemand davon.\par \par \b Lesungskommentar von Martin Stewen (2010)\b0 \par \par Nachdem Jesus seine J\'fcnger \'fcber seine bevorstehenden Leiden informiert hatte (9,22), entzieht er einige von ihnen - wie einst Mose am Gottesberg Horeb (Ex 24) - der Sph\'e4re des "Normalen" und steigt mit ihnen auf den Tabor: Dieser Berg dient einerseits als M\'f6glichkeit der Ann\'e4herung Gottes, ist andererseits auch als eine Alternative zum Ort des Leidensanfangs, zum \'d6lberg, zu sehen. Auf dem Tabor erfahren die Apostel nun durch das Erleben der alttestamentlichen Gestalten Mose und Elija, dass Jesus ganz in der Tradition der Offenbarung an das Volk Israel zu sehen ist und zudem ihr H\'f6hepunkt ist. Doch diese Erfahrung kann ihr Herz nicht erobern. F\'fcr die drei Apostel bleibt das Offenbarungsgeschehen diffus: Zun\'e4chst verschlafen sie das Entscheidende - das Gespr\'e4ch zwischen Jesus, Mose und Elija. Dann werden sie geblendet und stehen schlie\'dflich im Nebel da. Petrus versucht noch das Beste draus zu machen mit einem R\'fcckgriff auf die Traditionen des Volkes: \par \par Der H\'fcttenbau erinnert an das israelische Laubh\'fcttenfest. Sie bleiben aber letztendlich komplett verwirrt - im Gegensatz zu anderen Handlungen Jesu, nach denen sie sich nicht an das auferlegte Schweigen halten, k\'f6nnen sie nach der Offenbarung nicht anders, als in Stille zu verharren. Alle drei erkennen mit vielen anderen erst nach der Auferstehung Jesu, was all das zu bedeuten hatte.\par \par \par \b Lesungskommentar von Manfred Wussow (2004)\b0 \par \par Das Evangelium von der Verkl\'e4rung Jesu ist gemeinsame synoptische Tradition, mit Markus als Gew\'e4hrsmann. Bedeutsam sind darum auch die Nuancierungen, die in jedem Evangelium zu finden sind.\par \par Lukas stellt heraus: dass Jesus mit den drei J\'fcngern auf einen Berg geht, "um zu beten" - und dass sich sein Gesicht und sein Gewand ver\'e4ndern, "w\'e4hrend er betete". In strahlendem Licht erscheinen Mose und Elija - und sprechen von seinem Ende, "das sich in Jerusalem erf\'fcllen sollte". W\'e4hrend bei Markus die J\'fcnger auf einen hohen Berg gef\'fchrt werden und Jesus vor ihren Augen verwandelt wird, sie also von Anfang an dabei sind, sind sie bei Lukas eingeschlafen. Als sie wach werden, sehen sie Jesus "in strahlendem Licht" und eben die zwei M\'e4nner. Auch dass Mose und Elija von seinem Ende reden, \'fcberliefert nur Lukas - und die J\'fcnger bekommen es nicht mit.\par \par Unschwer ist zu erkennen, dass die Szene bei Lukas schon Z\'fcge der Gethsemane-Geschichte (Lk 22,39-46) tr\'e4gt: der betende Jesus und die schlafenden J\'fcnger. Die Steigerung f\'e4llt jedoch auf: W\'e4hrend hier Mose und Elija noch reden, wird Jesus dort von einem Engel gest\'e4rkt. W\'e4hrend hier noch "strahlendes Licht" erscheint, schwitzt Jesus dort Blutstropen. Beide Geschichten sind von Lukas als Passionsgeschichten geformt und korrespondieren miteinander; von der Verkl\'e4rung f\'e4llt jedoch \'f6sterlicher Glanz auf Jesu Weg.\par \par In jenen Tagen erz\'e4hlten die J\'fcnger niemand davon. Das sog. "Schweigegebot" bei Markus hat Lukas auf seine Weise bewahrt. W\'e4hrend Markus noch \'fcberliefert, den J\'fcngern sei sehr nachgegangen, "was das sei: von den Toten auferstehen", schweigen sie bei Lukas ganz. Blicken wir auf das Bild, das Lukas von den J\'fcngern zeichnet, sehen wir hinter dem Wunsch, drei H\'fctten zu bauen, ihre M\'fcdigkeit und Sprachlosigkeit - schauen wir auf das Bild, das von Jesus gezeichnet wird, nehmen wir ihn als Beter wahr, im Gespr\'e4ch mit Mose und Elija \'fcber seinen (Leidens)weg vertieft - und als den auserw\'e4hlten Sohn, den wir h\'f6ren. Sein Wort kl\'e4rt unsere eigenen Wege.\par \par Warum erscheinen Mose und Elia? Sie verbinden mit ihren Namen den Anfang und die Vollendung der in der hebr\'e4ischen Bibel erz\'e4hlten Heilsgeschichte, die "sich in Jerusalem erf\'fcllen sollte".\par \par \par \b Lesungskommentar von Hans H\'fctter (1998)\b0 \par \par Im Evangelium wird uns von der Verkl\'e4rung Jesu auf einem Berg erz\'e4hlt. Bei Jesus sind drei ausgew\'e4hlte J\'fcnger als Zeugen. Die Erz\'e4hlung steht in einem inneren Zusammenhang mit der Offenbarung Jesu als Sohn Gottes bei der Taufe im Jordan und der Auferstehung, in der er sich endg\'fcltig als Sohn Gottes erweist.\par \par Die Verfasser dieses Textes - Lukas hat ihn bereits vorgefunden - lassen wiederholt alttestamentliche Motive der Gottesoffenbarung anklingen. So findet das Ereignis auf einem Berg statt. Mose und Elija wurden auf dem Gottesberg Gottesbegegnungen zuteil. Dar\'fcber hinaus vertreten sie "das Gesetz und die Propheten", also die ganze Tradition. W\'e4hrend Mose bei seiner Gottesbegegnung auf dem Sinai so vom Lichtglanz Gottes getroffen wurde, da\'df er strahlend den Berg hinabstieg, leuchtet Jesus von sich selbst aus in strahlendem Licht. \par \par Der Inhalt ihres Gespr\'e4ches Jesu mit Mose und Elija bezieht sich auf das Messiasgeheimnis, da\'df er leiden und sterben m\'fcsse. Die J\'fcnger verschlafen das Ereignis beinahe. Als sie aufwachen, begreifen sie nicht, was sich vor ihren Augen ereignet. Das Motiv des Nichtverstehens der J\'fcnger tritt immer auf, wenn es um dieses Messiasgeheimnis geht. Erst nach dem Tod und der Auferstehung Jesu werden sie begreifen. Bis dahin schweigen sie. Statt zu h\'f6ren und zu verstehen, wollen sie Aktionen setzen und H\'fctten bauen.\par \par Die Stimme aus der Wolke weist (die h\'f6rende Gemeinde) an, was zu tun ist: Auf den Herrn zu h\'f6ren ist wichtiger als das Gesetz und die Propheten.\par \par \par }